Mo, 16.5.2016 • Tag 10: Barna Pier  ➟  Enniscrone Pier

Unterwegs im wilden Connemara Unterwegs im wilden Connemara Unterwegs im wilden Connemara Unterwegs im wilden Connemara Unterwegs im wilden Connemara Unterwegs im wilden Connemara So, 9:44. Ich bin im wilden Connemara unterwegs. Und es trägt diese Bezeichnung nicht zu Unrecht. Zum einen die Landschaft. Wirklich rau, zerklüftet, Moore, Wasserlachen, Sümpfe.

Zum anderen, war die N59 wirklich schön zum Fahren, ist die R336, auf die ich dann abgebogen bin Richtung Clifton, eine ziemliche Buckelpiste.

Wer schon einmal Rodeo geritten ist wird sicherlich damit klarkommen. Nur bin ich kein Rodeoreiter. Von daher...

Auf meiner linken Seite sind Berge zu sehen, die aussehen, wie überdimensionale Sandhaufen, die dort irgendjemand hingekippt hat. Ich habe keine Ahnung wie hoch die in Wirklichkeit sind, aber es sieht aus als hätte jemand einige riesige Schubkarren mit Sand genommen und den Inhalt ausgeschüttet.

Ich habe eher so das Gefühl ich würde durch die Präirie fahren und es würde mich nicht wundern, wenn noch ein paar Bisons an der Straße rumstehen würden. Es fühlt sich eher nach Nordamerika an.

Ich bin auf dem Weg nach Clifton, hatte eine sehr ruhige Nacht in Barna und esse gerade eine Tüte Chips der Firma Tayto, Typ "Cheese & Onions", und ich muß sagen: "Ich bin ein Walkers-Fan!".

In Irland steht die Marke Tayto, bzw. der Begriff für Kartoffelchips im Allgemeinen. Wie bei uns "Tempo" für jede Art von Papiertaschentuch. Allerdings gefallen mir die Crisps des britischen Herstellers Walkers besser und werden von mir auch bevorzugt gekauft.

Ich weiß nicht ob irgendein Feiertag ist. Daß die irische Fahne draußen hängt ist ja eh immer so, aber vielerorts sind auch Wimpel zu sehen.

Zudem ist man hier in einem Gebiet, wo es nur irische Schilder gibt. Ich lehne es aber inzwischen ab, sie zu lesen und berufe mich enfach darauf, daß ich englischsprachig bin, weil ich diesen Scheiß einfach nicht lesen kann. Dann sollen sie es lassen.

Der Übergang der Landschaften ist relativ fließend muß ich sagen. Eigentlich. Aber plötzlich stellst du dann doch fest, oha, einiges rauer hier, ich bin aber auch von der Küste abgebogen. Die Fahrt von Barna aus entlang der Küste war auch sehr nett.

Es ist immer noch strahlender Sonnenschein. Man wird ja doch irgendwann so ein bischen fordernd.

Und zwar fordere ich jetzt, daß dieser Sonnenschein noch zwei Wochen anhält. Zumindest so lange wie ich noch hier bin.

Ich hatte mir gesagt, im rauen Norden wäre es mir nicht so wichtig, wenn das Wetter nicht so toll ist, weil es den Eindruck am Giant's Causeway und dem Rest der nordirischen Küste noch verstärken würde, aber ehrlich gesagt möchte ich das jetzt doch bei Sonnenschein sehen.

Das Wort "Siopa" als irisches Pendant zum "Shop". Genau wie fráma pictiúr, picture frame, der Bilderrahmen. Die alten Kelten kannten das also auch schon.

Ach nein, Siopa hat man sich tatsächlich vom englischen Word Shop geborgt. Immer gut, eine eigenständige Sprache zu haben.

Warum ich so darauf rumreite und mich belustige? Ganz einfach, weil man so ein Riesenbohei um die Sprache macht und dann, weil man gar kein Wort für etwas hat, es sich ausleiht und so verfremdet, daß es irgendwie so klingt als wäre dieses Wort schon seit Jahrhunderten Teil der Sprache. Gut, das kann der Franzose mit seinem Ball du Match beim Tennis auch und wir Deutschen leihen uns inzwischen ja auch 40% unserer Sprache bei den Engländern. Egal. Bin ich vielleicht ein Einzelschiksal.



Ich bin wieder auf der N59. Bei Maam Cross. Landschaftlich gesehen eine gute Entscheidung. Im Auto hinten ist so ziemlich alles durcheinander nach der Gurkerei über diese Straßen. Ich weiß jetzt, warum hier so viele 4x4-Fahrzeuge unterwegs sind.

Es stand wirklich ein Haus ganz allein in der Gegend und es war gefühlt Kilometer davor und dahinter kein anderes Haus in der Nähe. Und dieses Haus war zu verkaufen. Und ich fragte mich nur warum? Es ist doch so schön einsam hier!

Auf der N59 jagt gerade eine geile Ansicht die nächste. Es ist unfaßbar. Ich muß mal wenden.

So würde ich mir auch Montana und Wyoming vorstellen. Dazu ähneln einige der Gebäude welchen aus den Staaten. Es fehlen nur noch die Büffelherden. Aus dem Radio klingt dazu Countrymusic. Das paßt.



Jetzt bin ich nicht so unbedingt der Sightseer, der in den Städten erstmal aussteigt und die Promenade auf und ab latscht oder sich an den Auslagen der Handwerksshops ergötzt. Weshalb ich durch Clifden nur durchgefahren bin, meine Neugierde mich dann die Beach Road runtertrieb, um daraufhin festzustellen, daß der einzige Weg zurück über die Sky Road führte.

Die ihren Namen zurecht trägt. Weil man sich ziemlich den Berg hochschraubt. Und dann permanent und inständig hofft, daß einem keiner entgegen kommt auf der einspurigen Strecke.

Man sieht in Irland sehr viele Esel auf den Wiesen und Weiden stehen. Was ich zum einen ganz schön finde, weil ich Esel mag. Ich finde sie einfach putzig und drollig und nett und lieb. Wenn ich jemals meinen Gnadenhof haben sollte werden dort in jedem Fall ein paar zottelige französische Esel stehen.

Auf der anderen Seite ist das nicht so ganz schön, weil die Esel Probleme mit dem feuchten Wetter haben, auch wenn es hier im Moment ziemlich heiß ist. Aber die Tiere stammen ja aus den noch heißeren und trockeneren Regionen der Erde. Weshalb viele Esel hier in Irland auch Probleme mit den Hufen haben. Und das ist dann eher wieder etwas traurig.



Kylemore Abbey habe ich nicht gemacht. Hatte ich auch nicht auf dem Zettel. Irgendwann kam die Abfahrt, aber die habe ich verpasst und hatte auch keinen richtigen Bock mehr, dort noch hinzufahren. Vor allem kamen mir dann gerade die Reisebusse entgegen und es bewahrheitete sich, was ich schon lange wusste. Nämlich, daß Reisebusfahrer Arschlöcher sind.

Ich habe das Gap of Dunloe nicht besucht und ich muß ganz ehrlich sagen: "Ich scheiß drauf!" Wenn du eine Woche Irland hast und du bist dort in der Gegend dann mach es und guck es dir an.

Aber ich bin inzwischen durch so viele andere Gaps und Täler gefahren, daß ich denke, dieses eine, touristisch so abgefuckte Tal brauche ich nicht. Daß mich da einer mit 'ner stinkenden Pferdekutsche durch die Gegend eiert und ich da einen halben Tag unterwegs bin.

Hier oben in Connemara, bzw. im County Mayo ist es einfach mal eine großartige Landschaft. Mit hohen Bergen neben einem. Und man fährt die ganze Zeit dort durch. Und da brauche ich dann das Gap of Dunloe nicht wirklich.

Man soll ja nicht zurückschauen, aber im Rückspiegel sieht es gerade ziemlich cool aus.

Ich hatte eine kurze Pause gemacht. An einem Haltepunkt. Im Wasser waren Aquakulturen. Ich vermute mal Austern, Muschel oder irgendsoetwas in dem Dreh. Da hatte ich so ein bischen gestanden und mir was zu essen warm gemacht und mich kurz noch mit einem französischen Wohnmobilfahrer, der aus dem Fenster hing, unterhalten. Den hatte ich dann vorhin passiert.

Jetzt bin ich auf dem Weg Richtung Sligo. Ich bin heute nicht unbedingt in der Stimmung, irgendwo auszusteigen, hinzugehen. Vielleicht ist die Luft gerade ein wenig raus. Ich bin den 10. Tag unterwegs und habe schon so wahnsinnig viel gesehen. Essenstechnisch kommt auch nichts neues.

Ich hoffe, in Sligo noch mal in einen Supermarkt zu können. In jedem Fall bin ich jetzt auf dem Weg zu Kilcullen's Seaweed Baths. Von solchen Bädern gibt es in Connemara mehrere.

Ich überfahre den Erriff River. Es macht Spaß. Es ist nicht so sehr viel los. Verkehr ist wenig. Die Straße ist einigermaßen, so daß man hier.. naja.. längsfahren kann und bis jetzt nicht all zu sehr durchgeschüttelt wird.

Man fährt durch eine einsame Gegend, in der es mehr Schafe gibt als Menschen. Und die Touristenhorden halten sich auch angenehm in Grenzen.

Ein komischer Tag heute. Ich bin.. hmm.. unzufrieden trifft es nicht. Aber ich denke: "Gib mir Input!".

Es ist geil, gar keine Frage. Es ist klasse, die Landschaft ist großartig. Ich wünsche ich könnte noch viel mehr aufsaugen. Alle 10 Meter würde ich am liebsten aussteigen und Bilder machen, um die Eindrücke festzuhalten. Was ich jetzt auch mal tun werde.



Zum Glück geht das einigermaßen. Es ist gerade nicht soviel los. Bis Sligo habe ich noch 90 Kilometer vor mir. Das Navi meinte, daß ich in einer Stunde da wäre.

Was man aber total vergessen kann wegen der Fotostops, der kleinen Pausen zwischendurch und vor allem deswegen, weil ich mit 65 Km/h durch die Gegend fahre, was auf diesen Strassen völlig ausreichend ist.

Das schöne ist, du hast keinen hinter dir, der dich penetrant nervt und vorbei will. Einen LKW hatte ich hinter mir, aber da fährt man mal links rüber und läßt ihn vorbei. Da darf man dann aber keinen Dank für erwarten. Immerhin hatte man ihn ja vorher in seinem raschen Vorankommen gehindert.

Auf vielen Strecken ist links neben der Fahrbahn noch so ein breiter Streifen, daß dort noch ein zweites Fahrzeug fahren kann. Dann weicht man da aus und läßt den Hintermann vorbei. Im Normalfall bedankt der sich dann mit Warnblinken. Nur weil ich nicht mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit fahre muß ich ja nicht die anderen aufhalten und behindern.

Bei einigen, die tatsächlich noch langsamer sind als ich würde ich mir das auch mal wünschen. Nicht jeder sieht das mit dem rüberfahren so wie ich.

Würde ich eines Tages als Landschaftsfotograf umsatteln würde ich zwar verhungern, weil ich von professioneller Fotografie und dem ganzen Equipment keine Ahnung habe, aber ich wüßte immerhin, wohin ich zum Bilder schießen fahren würde.



In Westport habe ich am Westport Quay kurz auf einem Schotterplatz gehalten, den man durchaus auch für eine Übernachtung hätte nutzen können. Aber es war mir noch zu früh, mich einzumotten und auf den Abend zu warten.

Der Platz scheint bei WoMo-Fahrern bekannt und beliebt zu sein. Es kamen im Laufe meiner Standzeit einige dort an. Bei Google Maps ist er noch nicht zu sehen. Ich hatte etwas WLAN geschnorrt und bin dann wieder weggefahren.

Kurz vor 16:00. Man sieht eine Menge Schüler hier, ist aber auch klar, das berühmte Westport. Oder bringe ich da etwas durcheinander?



Der Grund, in Westport zu halten war eine unglaubliche Müdigkeit, die sich breitmachte. Aber hätte ich mich hingelegt, um zu schlafen, wäre ich so schnell nicht mehr wach geworden und der Tag wäre gelaufen gewesen. Daher hatte ich versucht, mich mit Büroarbeiten am Laptop wach zu halten und mal etwas anderes zu tun als zu fahren.

Als ich losfuhr kam gerade der Franzose, mit dem ich gesprochen und den ich überholt hatte, auf den Platz. Ich glaube er hat mich wiedererkannt.



Enniscrone, Kilcullen's Seaweed Baths Enniscrone, Kilcullen's Seaweed Baths Enniscrone Pier. Ein schöner Strandspaziergang an einem breiten und wirklich tollen Strand, an dem man klasse längsschlurfen kann, wenig Leute.

Hergefahren war ich wegen des Seaweed Baths, das ich einst vor vielen Jahren im Fernsehen gesehen habe.

In dem Beitrag sah man, wie der Betreiber des Bades einfach nur über die Straße ging und den Seetang aus dem Wasser geholt hatte.

Das sah landschaftlich irgendwie sehr interessant aus. Und ich dachte, daß ich mir das mal anschauen wollte. Es liegt auf dem Weg nach Sligo, was noch ungefähr eine Stunde entfernt ist. Also wollte ich mir die Gegend mal ansehen.

Das Bad sieht anders aus, als ich es in Erinnerung hatte. Man fährt dran vorbei, dann kommt man an einen Pier. Mal sehen, ob ich dort schlafen werde.

Ein Stück die Straße am Bad zurück kommt man dann zum Strand runter. Die Entscheidung steht. Ich bleibe hier. Es ist 18:20 und ich fahre jetzt keine Stunde mehr nach Sligo.

Der Strand ist schon sehr empfehlenswert. Hier rollen ganz anständige Wellen an Land. Ich weiß nicht, ob schwimmen hier an dem Strand eine so gute Idee ist. Wobei wir wohl gerade auch Flut haben.

Hinten am Pier schwimmen durchaus Leute mit Neoprenanzug oder gehen mit dem Kajak ins Wasser. Einige Jugendlichliche, teils durch die Sonne teils durch den Alkohol gerötet, schmeißen sich in Schwimmsshorts vom Pier aus ins Wasser. Na gut, muß jeder selbst wissen.

An dem größeren Parkplatz am Pier steht "Camping und Übernachten" verboten. Ich denke mal, das gilt nur für den Platz, nicht für die Straße, hüstel hüstel. Ansonsten soll einer kommen und mich wegjagen.

Unten am Strand selbst ist auch ein Parkplatz, bei dem ich erst gar nicht wußte, wie man da hin kommt, aber auch hier ist Camping und Übernachten verboten. Wäre auch zu schön gewesen.



So, ich war noch mal kurz los auf der Suche nach einem Takeaway, einem Imbiß, einem Fast Food-Laden. Mein Navi ließ mich glauben in der Nähe gäbe es einen Supermac. Supermac ist eine Fast Food-Kette in Irland, deren Läden ich schon mal gesehen hatte. In Kilkenny zum Beispiel.

Es war aber an der angegeben Stelle keiner zu finden. Es gab einen Fry Days Fish & Chips, wo ich aber auch nicht direkt Lust hatte, reinzugehen.

Dann war ich plötzlich aus dem Ort raus gewesen, umgedreht und weitergesucht. Wie viele Ali's Takeaways gibt es eigentlich in Irland? Sagte mir aber alles nicht zu und so gab es dann die letzte Chicken-Tikka-Slices vom Gaskocher. Morgen muß ich in Sligo mal einkaufen.

Ich werde heute in irgendeiner Form hier pennen. An der Straße zum Bad hin war auf dem Seitenstreifen genug Parkraum und wenig Verkehr. Hier am Pier werde ich noch etwas an der Homepage basteln. Parken darf ich ja.

Gegen 20:00 war ich nochmal am Strand. Das Wasser ist inzwischen etwas kälter geworden. Dafür aber ein schöner Sonnenuntergang und im Hintergrund sind Berge zu sehen.



Wahrscheinlich verbietet man das Campen auf der Strasse weil man Angst hat, daß die Camper alles verschmutzen. Dabei kommt der meiste Müll von den Einheimischen. Da schleppt man das Bier irgendwo hin und läßt dann den Karton zurück und im Zweifel die Flaschen und den anderen Müll. Hier am Strand liegen alte, leere Wasserflaschen. Klar, wenn man kein Pfandsystem hat muß man sie ja auch nicht zurückbringen.

Sicher habe ich auch Müll dabei. Ich habe gestern in Barna Pier mühsam zwei kleine Müllbeutel in den Mülleimer mit den schmalen, coladosendicken Öffnungen gewürgt, weil ich an den Tagen vorher nirgends einen Mülleimer gefunden hatte.

Ich entsorge meinen Kram in Mülleimern. Wenn es denn welche gibt. Und wenn es welche gibt, dann meistens welche mit diesen kleinen Öffnungen. Wenn ich morgens von meinem Parkplatz wegfahre ist gewöhnlich nichts davon zu sehen, daß ich dort gestanden habe.

Im Gegensatz zur Party von Dicky, Seamus, Ronan und Chrissy, die in ihren Autos sitzen, Bier trinken, labern und laut Musik hören. Wenn die wegfahren sieht es dort aus wie ein Schlachtfeld. Aber übernachten darf man nicht, obwohl ich nicht einen Fetzen Müll dort verteilen würde.

Entlang der Strassen liegen Unmengen von Lucozade-Getränkeflaschen und sonstigem Abfall, in Cobh war ein ganzer Hinterhof total mit Müll voll.

Man macht ein Riesenbohei um illegales Abladen von Müll mit Strafen von 125€ oder auch 3000€. Aber wo wird denn hier mal einer verurteilt? Es sieht ja trotzdem aus wie Sau.

Ich schütte höchstens mal klares Wasser auf den Asphalt wenn ich meinen Kaffeefilter auswasche, wenn es gar nicht anders geht. Sonst mache ich das eher auf dem Gras oder wo man es sonst nicht sieht. Und das Kaffeepulver landet im Müllbeutel oder auch mal im Gebüsch.

Es ist erstaunlich, daß der irische Normalbürger sein Land zumüllt, aber Leuten, die einfach nur irgendwo stehen und schlafen wollen, denen untersagt man das und macht ihnen das Leben schwer.

Ich wäre doch total bescheuert, wenn ich den Platz, auf dem ich schlafe, völlig verschmutzt zurück lasse. Da schiesse ich mir doch nur selbst ins Bein bei.



Am Strand von Enniscrone Als ich am Strand längstigerte liefen schon die ganze Zeit zwei Mädels neben mir, die mich dann überholten und mich irgendwann fragten, ob ich ein Bild von ihnen machen könnte.

Ich wollte wissen, ob sie irgendetwas spezielles machen wollten. Hüpfen, auf die Kamera zurennen, irgendsoetwas halt. Nein, sie wollten einfach gehen und ich sollte von hinten ein Foto machen.

Sie gingen in Richtung Sonnenuntergang, drifteten dann aber nach rechts ab. Ich meinte, sie sollten mal direkt auf die Sonne zugehen.

Ich muß sagen, das Bild ist richtig geil geworden. Zwei schwarze Silhouetten vor der orangenen Sonne. Die Mädels waren begeistert. Ich meinte zu ihnen, daß wäre das Cover für ihr neuestes Musikalbum.

Leider werde ich das Bild selber nie in den Händen halten können. Ich dachte erst, ich sollte nach einer eMail-Adresse fragen, aber dann kam mir in den Sinn, daß es schon etwas komisch wäre wenn ich, 32 Jahre älter als die beiden, nach einer eMail-Adresse fragen würde, um mit ihnen Bilder auszutauschen.


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