Di, 17.5.2016 • Tag 11: Enniscrone Pier  ➟  Donegal

Classiebawn Castle Coastline Coastline Heute ist eine Wolkendecke am Himmel. Allerdings ist es trocken.

Auf dem Weg nach Sligo hatte ich natürlich wieder einen Trecker vor mir, aber der hat sich recht schnell aus dem Weg gemacht.

Auch in Irland bringen einige Leute ziemlich dämliche Überholaktionen, das muss man mal sagen.



Der erste Eindruck von Sligo? Oha! 'Ne ganze Menge degeneriertes Material. Das ist nicht nett, das zu sagen, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein.



Wie schon die Kennzeichen der Briten in verschiedenen Schriftarten, mit Rand und/oder Schatten.

Manchmal eher gräulich als denn schwarz wirkend, gibt es das bei den Iren anscheinend auch, daß die Schilder teilweise aussehen, wie aus dem eigenen Drucker.

Die Buchstaben sind auch eher nicht geprägt wie bei uns, es sieht eher aus wie eine Folie mit den Ziffern und Buchstaben auf eine Trägerplatte aufgebracht und eine Klarsichtfolie darüber gelegt.

Manchmal eine sehr kleine Schrift, dafür dann breit. Teilweise sehen einige Zeichen aus wie mit einem Edding gemalt.

Die meisten fahren die eine Haupt-Variante, aber es gibt so einige Ausreißer. Oben am Rand ist der Bezirk, respektive das County aufgedruckt. Natürlich auf Irisch.

Auch ist auf dem Kennzeichen am unteren Rand gleich der Händler mit aufgedruckt. Nummernschildhalter mit Werbung unten drunter gibt es eigentlich nicht.



Ich habe meinen alten beigefarbenen Fleecepullover an, den ich gefühlt schon auf jeder Tour mit hatte, und habe meine irisch angehauchte Schiebermütze auf, die ich in Deutschland gekauft habe.

Ich stehe so an der Ecke, schau aufs Telefon und suche nach dem Weg, wo ich längs muss, da hält ein Auto an und fragt mich, wo dieses oder jenes ist. Keine Ahnung, was das noch war.

Ich sagte, daß es mir leid täte, ich sei auch nicht von hier. Aber immerhin hielt man mich nicht für einen Touristen, wie ich erst dachte. Von wegen: "So wie ich rumlaufe hält mich gleich jeder für einen Touri".



Um 10:15 habe ich mir auf dem Parkplatz an der Wine Street für 70 Cent ein Ticket aus dem Automaten gezogen und bin erst einmal in den Tesco gegangen. Einkaufen und WLAN schnorren.

Dann bin ich zum Auto zurück und wollte mit der Kreditkarte zwei weitere Stunden bezahlen. Das ging aber nicht. Also habe ich 2 Ein-Euro-Münzen reingeowrfen und hatte 1:10 Stunden Zeit. Dann bin ich losgetigert, um mir Sligo anzusehen.

Ich hatte so ein paar Sachen auf dem Zettel. Die Hyde Bridge mit dem Yeats Memorial Building daneben. Das war allerdings ein ziemlich kleines Haus, wo man renovierte, und ich hatte keine Lust, dort hinein zu gehen.

"The Model" hatte ich noch auf dem Zettel. Ich bin aber daran vorbeigegangen. Die rechte Lust kam nicht auf. Sligo törnt mich nicht wirklich an.

Die Leute gehen auch kein Stück aus dem Weg, wenn sich zwei Menschen begegnen. Ich bin dann immer derjenige, der ausweicht. Da rennt man stumpf aufeinander zu.

Sehr merkwürdige Stadt, sehr merkwürdige Leute. Würde mich jemand fragen:"Wir hätten einen Job in Irland, würdest du den machen?" ich würde sagen "Ja!", würde man dann fragen: "Auch in Sligo?" würde ich sagen: "Nein, in Irland!"

Sligo brauche ich auf meiner nächsten Tour nicht noch einmal.

Ich habe jetzt noch eine halbe Stunde auf der Parkuhr. Es ist jetzt kurz vor zwölf. Ich gehe gleich noch einmal in den Laden.

Schwieriges Wetter. Teilweise pfeift es wirklich, daß man froh ist, den Fleecepullover an zu haben. Teilweise ist es aber so warm darunter, daß man das schwiemeln anfängt. Außerdem tun mir die Füße weh von gestern vom langen Spaziergang.

Meine Schrittzähler-App ist schon muksch wenn ich weniger als 10.000 Schritte mache.

Das habe ich heute noch nicht erreicht und werde es wohl auch nicht erreichen. Ich werde gleich mal weiterfahren. Ich habe keine Ahnung wohin. Mal sehen.



Beim rausfahren aus Sligo habe ich dann noch einmal kurz getankt. Und hier an der Tanke bekommt man auch Kerosin. Falls man mal mit seinem Flugzeug vorbeikommt kann man ein bisschen was nachtanken.

Apropos Flugzeug: in Enniscrone steht auf einem Gelände an der Straße ein altes Trans Cargo-Flugzeug. Scheint irgendwie eine Boeing oder sowas zu sein. Warum auch immer die da steht und was auch immer die dort macht.



Donegal, Friedhof an der Old Abbey Donegal, Station der Garda In Irland gibt es die Partei "Fianna Fáil". Wenn man das - wie ich - englisch ausspricht scheint der Name nicht sehr glücklich gewählt zu sein. Wenn man mit Fail schon das englische Wort für scheitern oder versagen im Namen hat.



Von Sligo von Galway hatte ich mir einiges mehr versprochen.

Ich habe mir in Sligo aus dem Tesco noch warme Spareribs geholt für nur knapp acht Euro. Die gab es dann an einer Tankstelle am Ortsausgang, wo ich kurz vorher noch getankt habe.

Jetzt stehe ich auf einem Parkplatz in Mullaghmore, wo ich Mittagsschlaf halte, weil ich so extrem müde bin. Suppenkoma.



Straßentechnisch ist die irische Infrastruktur ich möchte nicht sagen fußgängerfeindlich, aber eigentlich trifft es das ziemlich gut.

Da gibt es Brücken, die sind so eng, daß man auf dem gelben Streifen gehen und mutig die Autos an sich vorbeifahren lassen muss.

Außerdem scheint in Donegal die Versorgung mit Radio nicht so gut zu sein. Sonst müsste man nicht aus jedem zweiten Geschäft die Leute mit Musik beschallen.

Und was man hier sehr häufig hat sind Gullydeckel in der Straße, die einen unglaublichen Lärm machen, wenn man drüber fährt.


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