Di, 24.5.2016  Tag 18: Arklow - Arklow


"Heute ist mein Lazy Day!"

- Deutscher Freiheitscamper, 2016



In Arklow am River Avoca In Arklow am River Avoca In Arklow am River Avoca Ein paar Minuten nach 8 stehe ich auf. Draußen ist schon geschäftiges Treiben in dem Fischereihafen. Zum Frühstück gibt es Minced Steak & Onions-Sliced von Tesco.

Und während ich frühstücke kann ich dabei zu sehen, wie ein Schiffsführer auf dem Fluß Avoca, der durch Arklow fließt, sein Fischkutter rückwärts durch eine schmale Einfahrt zum Liegeplatz im Fischereihafen rangiert.

Ich hab so ein bisschen nach dem Frühstück meine Sachen leicht abgespült und feucht ausgewischt und den ein oder anderen Tropfen Wasser auf dem Asphalt verteilt. Wovon ich nicht immer ein großer Freund bin. So von wegen, was schmeißt du hier deinen Wasser durch die Gegend.

Und nebenan in dem Gebäude an der Ecke ist dann da der Fischer und nimmt einen Rieseneimer und kippt den einfach auf die Straße aus. Und ich denke so: "Und ich mache mir Sorgen, dass ich hier ein Wasserglas voll Wasser über den Asphalt gespritzt habe". Naja... Einer der Arbeiter hier schein ein sehr kreativer Mensch zu sein, der alte Gegenstände und Wahlplakate recycled und in Kunstwerke verwandelt.

Was ist der Plan für heute? Eigentlich gibt es keinen wirklichen Plan. Werde gleich, jetzt ist es 9:20 Uhr, noch mal zum Tesco gurken und kurz mal eben ins Internet gehen und ein paar Sachen raussuchen.

Und danach eventuell noch mal nach Brittas Bay fahren. Oder nach Carlow, ein Stückchen weiter im Landesinneren. Ein wenig durch die Botanik fahren.

Es ist grad so ein bisschen Abgehänge. Ich muss sagen ich genieße es durchaus, hier am Hafen zu sitzen, die Sonne auf mich scheinen zu lassen und dabei ein Käffchen zu trinken. Da habe ich kein Problem mit. Das werde ich nur nicht den ganzen Tag machen können.

Und dann habe ich ja noch morgen vor mir. Ich habe mir für morgen Abend schon einen Platz ausgeguckt, wo ich pennen könnte, um dann so im Laufe des Tages nach Rosslare zu fahren.

Und wenn das heute alles nichts wird mit irgendwo stehen und schlafen können, dann habe ich hier immer noch einen guten Platz, an den ich jederzeit zurückkehren kann.

Heute verspricht es, ein sehr sonniger Tag zu werden. Morgen ist ein bisschen Sonne mit Wolken und ich glaube, zum Donnerstag hin soll es ein bisschen schlechter werden, aber damit kann ich leben. Noch mal zwei Tage mit richtig Sonne und der Donnerstag ist eh für die Katz.

Dadurch, dass man eigentlich mehr oder weniger nur die Anreise zum Hafen hat, wobei die Fähre erst um 20:30 Uhr fährt. Also hat man schon noch ein paar Stunden, wo man das machen könnte. Ich muss mal gucken



Am Strand von Brittas Bay Ein Tag am Strand. Erst einmal hatte ich mir noch bei Tesco am Morgen etwas Wi-Fi geliehen. Ich habe mir ein neues Spiegelglas geordert, das eigentlich sogar schon bei mir eintreffen müsste, noch bevor ich selbst wieder zu Hause bin. Das alte sollte eigentlich halten bis ich zu Hause bin. Und wenn nicht ist es auch egal.

Ansonsten ein Tag am Strand in Brittas Baby. An einer Stelle, von der ich nicht einmal sagen kann, wo sie ist. Nicht weil es ein Geheimnis ist, sondern ich es einfach nicht weiß, wo genau. Irgendwo an der R750.

Ich bin seit dem frühen Morgen hier und nicht einmal inzwischen weggefahren. Ich bin am Strand entlang gelaufen und im Wasser schwimmen gewesen, was sehr erfrischend war.

Und einem hinterher ein ziemlich blödes Grinsen auf das Gesicht zaubert, weil Mittelmeertemperaturen sind das hier nicht gerade.



Jetzt ist es 20 vor 6. Ich werde mich gleich mal wieder zurück zum Tesco machen und noch mal wieder ein bisschen WLAN schnorren und dann werde ich meinen alten Parkplatz zurückfahren, sofern das dort machbar ist, um dort die Nacht zu verbringen.

Solche Tage müssen auch mal sein, finde ich. Ich bin schließlich hier zur Erholung und im Urlaub. Da gehört ein Tag am Strand gammeln auch mal dazu.

Selbst für einen, wie mich, dem das rumgammeln eigentlich zwar liegt, aber der im Urlaub ja auch was erleben möchte und da ist, um Land und Leute zu erleben. Aber diesen Tag habe ich wirklich genossen.



Auf dem Weg zurück vom Strand zum Tesco nach Arklow rumpelte es unterwegs ganz ordentlich. Aber das ist ganz normal, da ist wohl mal wieder etwas vom Bett gefallen. In diesem Fall ist allerdings etwas aus meinem Seitenschrank herausgefallen.

Und zwar ganz einfach deshalb, weil ich vergessen habe, beim losfahren die Schranktür wieder zu zu machen. Ich kann mich nur nicht daran erinnern, dass ich die Türen überhaupt aufgemacht habe. D.h., dass sie schon bei der Hinfahrt offen gestanden haben könnten.

Und deshalb hing eine der Türen jetzt nur noch an einem Scharnier und das auch nur an einer halben Schraube. Ich habe die Tür jetzt unten gesichert mit den Kistenverschlüssen, die für die Sicherung während der Fahrt da sind, und einer Klemme, die ich eigentlich mal für ein Videolicht gekauft habe, das ich dann damit anklemmen und das Licht auf meinen Schreibtisch scheinen lassen kann.



Auflösungserscheinungen. Allerdings wusste ich, dass diese Scharniere eines Tages mal eine Schwachstelle darstellen werden. Und das ist jetzt passiert. Nicht schön, aber da hat der Onki mal wieder was zum schrauben, wenn er zurück in der Heimat ist.

Der Tag endet wieder auf dem Parkplatz am Kai in Arklow. Da ich ja noch nicht genügend Schaden auf der Fahrt von Brittas Bay nach Arklow angerichtet hatte entschloss ich mich, noch ein wenig am Abend durch die Stadt zu cruisen und hatte dabei allerdings vergessen, dass ich noch einen zu einem Drittel mit schmutzigem Abwaschwasser gefüllten Kochtopf auf meiner Kühlbox stehen hatte.

Das fiel mir erst wieder ein als ich auf dem Parkplatz zurück war. Allerdings stand der Topf noch immer auf der Kühlbox.

Zum Glück bin ich ziemlich vorsichtig gefahren, so dass nur ein wenig Wasser rausgeschwappt ist und die große Überschwemmung ausgeblieben ist. Den Topf habe ich dann in Fischerreihafenmitarbeitermanier ausgeleert. Sprich, auf den Asphalt gekippt.


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