Fr, 27.5.2016  Tag 21: Cherbourg - Obourg

Ruhesessel im öffentlichen Bereich der Stena Horizon verwüstet von französischen Schülern Diese Überfahrt war wirklich der Tiefpunkt dieser Reise. Mit dieser beschissenen Franzacken-Schulklasse, die nicht eine Sekunde mal still gewesen sind. Höchstens zwischen 1:00 und 4:45.

Um 6:30 Uhr meinten sie dann, daß wir anderen auch nicht mehr schlafen müssten. Ich glaube ich habe in dieser Nacht zusammengenommen 2 Stunden geschlafen. Mal schauen, wie es weitergeht.

Hat es auf der Hinfahrt auch ausgesehen wie auf einer Kuhweide und auch genauso gerochen, riecht es jetzt auf der Rückfahrt nach Fischmehl oder irgendsowas.

Ich habe mir ein Zettel von Stena mitgenommen, auf dem es heißt: "Wir freuen uns auf Ihr Feedback." Das werden sie auch bekommen. Diese Sitze sind völlig für den Arsch. Bei meinem hat die Lehne ein paar Zentimeter nachgegeben.

Und Sitz im öffentlichen Bereich bedeutet, daß hier jeder Dödel herein darf. Keine Ahnung, warum ich einen reserviere.

Wahrscheinlich nur, damit man einen hat wenn 120 Leute sich hier hinsetzen wollen. Ich hatte die Nummer 71. wurde dann aber auf die 63 verlegt.

Es zog wie blöde aus der Lüftungsanlage. Manchmal war es so kalt, da hat man richtig einen von oben auf die Platte bekommen. Wenn man sich dann unter der Decke dagegen schützen wollte, fing man so dermaßen an zu schwitzen. Denn es war nicht wirklich kalt. Es zog nur so fürchterlich.

Morgens haben erst einmal alle gehustet.

Den größten Fehler, den man machen kann, ist raus zu gehen und wieder reinzukommen.

Weil, so furchtbar, wie es in diesem Raum stinkt....



So, die erste Mautstation in Frankreich. 5,40€. Ich bin jetzt seit ungefähr 2 Stunden unterwegs. Noch geht es. Ich könnte mir aber auch vorstellen, gleich mal anzuhalten und etwas zu essen.

Um 16:10 bin ich vom Schiff gefahren. Es mußte ein italienisches Schiff gewesen sein, so unkoordiniert wie das Rausfahren organisiert war.



Der Franzose sieht es bei Regen oder Dämmerung auch nicht unbedingt ein, mal das Licht einzuschalten. Ich bin über die A13 und die D579 auf die A29 gewechselt. Und gerade in dem Augenblick, wo man rauf fahren will, kommt ein Garre de péage. Eine Bezahlstelle. Wenn ich das richtig sehe waren es 0,50€. Damit kann ich leben. Ich glaube gleich kommt die große Seine-Brücke.



So, und noch einmal 6,30 €. Ich werde wieder auf meine 42€ kommen.



Der angebliche Jesus wurde ja ans Kreuz genagelt. Ich frage mich, wie die Kirchen aussehen würden, wenn Jesus dadurch zu Tode gekommen wäre, daß er von einem Gullydeckel erschlagen worden wäre.



So noch mal 11,90 € auf die Kreditkarte gebucht. Da dürfte eigentlich gleich noch eine kommen, vor Amiens. Ja, Das wird schon!



Der Kracher in Ruhesesselbereich war ja der, daß die vorderen Sitzreihen mit einem klebrigen Flatterband abgesperrt waren, wo die Froschfresser gesessen haben. Und natürlich musst du als Teenager auch alle zwei, drei Minuten irgendwo hin rennen.

Weshalb man dann wahlweise unter dem Band durch die robbte oder mit Anlauf drüber sprechen. Der eine ging die ganze Zeit hin und her.

Bis ich dann irgendwann, völlig entnervt, das Flatterband entfernt habe, damit sie da durchgehen konnten, ohne jedes Mal Sportunterricht daraus zu machen.

Bis dann irgendwann so ein neunmalkluges Mädchen kam und das Band wieder an eine Armlehne pappte.



Und noch mal 8,70€ in die französische Staatskasse gespült. Diesmal aber gab es aber kein Feuerwerk.



Der Franzose scheint ein sehr gesund lebender Mensch zu sein, denn an den Autobahnen gibt es sehr wenig Burger-Läden wenn man mal etwas essen möchte.

Den einen hatte ich so gegen 18:00 Uhr gesehen, da war es mir aber etwas zu früh. Weil man dann im Zweifel müde und lustlos wird. Und so dachte ich mir, daß noch ein paar kommen werden. Äh. Ja, verdacht. Um viertel nach 6 machte ich eine Viertelstunde Pause. Dann ging es weiter.



Ich bin jetzt seit 5 Stunden und 45 Minuten von der Fähre runter und wurde gerade von einem Wohnmobil mit NKK-Kennzeichen überholt, das auf der Fähre ein Auto schräg vor mir stand. Die haben mich jetzt überholt.

Und vorher hatte ich eine Fahrschule aus dem Elbe-Elster-Kreis, die mich vor 1 Stunde überholt haben.

Wo ich mich immer frage, was die eigentlich so lange machen. Waren die noch in der Stadt oder haben Sie noch irgendwo einen Kaffee getrunken, nachdem sie sich auf der Fähre schon ausgeruht hatten und dann einfach losgefahren sind?

Weil, mein Ziel heißt immer Kette geben und ab nach Hause so schnell du kannst. Und diese beiden anderen Fahrzeuge können in jedem Fall schneller fahren als ich.



Schon witzig, wenn man mit tempomatgesteuerten 100 km/h hinter einem Reisebus herfährt und dessen WLAN nutzt.


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