Sa, 28.5.2016  Tag 22: Obourg - Neu-Eichenberg

Der Tag endete dann gegen 23:15 auf einem Parkplatz an der E19/E42 ungefähr 2 km vor der belgischen Stadt Obourg, vor der Ausfahrt 22, so circa 30 km hinter der Grenze zu Frankreich.



8:15 Uhr, es geht los. Auf einer ziemlich zerrupften, belgischen A7, wobei unsere auch nicht besser ist, geht es jetzt nach Neueichenberg. Zur Hochzeitsfeier des Bandkollegens, wo ich ungefähr um 12:30 Uhr, 13:00 Uhr ankommen sollte. Da wird es jetzt auch ohne Unterbrechung hingehen. Und dann wird am Buffet zugelangt. Es war bislang nicht möglich, einen ollen Burger in die Hand zu bekommen. Das einzige, was man bekommen konnte war ein Tankstellen-Sub. Mit einem Getränk für 8,50 €. Das lehnte ich aber dankend ab. Das brauchte ich nun wirklich nicht.

Zum Frühstück gab es noch ein paar Oreos und ein Käffchen. Nun geht es frisch gestärkt Richtung Heimat, wo ich noch einmal tanken muss.



Der Belgier ist ja nicht in der Lage, abends um 9:30 Uhr bei stark einsetzender Dämmerung mal sein Fahrlicht anzumachen.

Dafür ist der gut dabei, wenn es ein bisschen diesig draußen ist, direkt die Nebelschlussleuchte an zu schalten. Na gut, er muss das ja auch ein wenig kompensieren.

Und was man feststellen kann ist, dass auch der Franzose es nicht schafft, ein Reißverschlussverfahren vernünftig hin zu bringen.

Es gab gestern einen Unfall mit einer Fahrbahnverengung auf meiner Seite, der rechten Fahrbahn, und erst mal alle rüber gezogen. Ich an allen vorbei. Und sofort gab es wieder die erzieherischen Menschen, dann meinten, einen nicht hinein lassen zu wollen.

Ich weiß nicht ob die Vorschrift, bis zur Verengung vorzufahren und dann dort auf die andere Spur zu wechseln, beziehungsweise reingelassen zu werden, hier nicht existiert oder anders ist. Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Oder jemand war der Ansicht ich würde mich vor drängeln. Tja wenn er halt zu doof ist.

Solche Leute sind echt nicht ganz sauber, die einen dann schon die Spur zu machen oder rüber ziehen, dass man nicht an ihnen vorbei kommt. Anstatt dass sie es selbst richtig machen und bis zur Verengung vorfahren und dann einscheren scheint in ihrem kleinen behinderten Kopf der Gedanke zu existieren, dass ich mir auf ihre Kosten einen Vorteil verschaffen möchte. Dabei halte ich nur die Vorschrift ein. Die ich zumindest kenne. Sie nicht.

Einen ähnlichen Disput hatte ich seinerzeit mal in Schweden mit einen Toyota-Transporter, ich glaube er kam aus Norwegen.

Dafür fahren Sie hier dann auch mal im Nebel ohne Licht und auch ohne Nebelschlussleuchte. Wahrscheinlich weil Nebel ist und es nicht nur diesig ist, wo sie ja sonst die Nebelschlussleuchte anmachen würden.

Ich finde, wer in der Dunkelheit oder Nebel oder sonstigen schlechten Wetterverhältnissen ohne Licht unterwegs ist, hat das Recht auf das Führen eines Fahrzeuges verwirkt.

Das ist einfach megakriminell und kreuzgefährlich.

Mir kam gestern Abend ein unbeleuchteter schwarzer Golf entgegen. Wo man denkt: "Ah, da könnte etwas kommen. Ein Auto vielleicht."



Ich frage mich ja häufig warum Menschen ein Auto mit 150 PS haben und es dann nicht schaffen, auf der Autobahnauffahrt ihre Karre mal auf 100 km/h zu beschleunigen, um dann einzuscheren.

In der Stadt werden ihnen ihre Pferdestärke auch nicht nützen, schneller von einer Ampel zur nächsten kommen, weil sie ja nicht in der Lage sind, mal einmal kräftig auf den Pinsel zu drücken.



So, zurück in der Bundesrepublik. Nordrhein-Westfalen. Ich hatte ja gestern noch die Grenze von Frankreich zu Belgien überquert auf der Suche nach dem Parkplatz. Allerdings hatte ich zuerst eine Abfahrt Von der Autobahn erwischt und nicht die Abfahrt zum Rastplatz.

Leider konnte man nicht direkt wieder auf die Autobahn weiter Richtung Deutschland fahren, sondern musste erst wieder 5 km zurück nach Frankreich, wo man erst wieder wenden und in Richtung Belgien beziehungsweise Deutschland fahren konnte.

Und dann sieht man ein Schild, dass einem sagt dass in 1 km die Abfahrt zum Rastplatz kommt. Und noch 1 km bis zur Autobahnabfahrt. Also, was macht man, wenn man das Schild Abfahrt sieht? Abfahren, denn die Abfahrt könnte auch die Zufahrt zum Rastplatz sein.

Ist sie aber nicht. Bei der Ausfahrt kommt dann ein Schild, dass in 300 m der Rastplatz kommt.

Wo man denen schon zuschreien möchte, dann sag doch, dass die Ausfahrt in 1 km kommt und der Rastplatz in 1,5 km. Dann weiß ich, dass die Ausfahrt, die da jetzt kommt, nichts mit dem Rastplatz zu tun hat. Sondern der separat noch eine Abfahrt hat.

Und so macht man quasi zwei U-Turns, durch die Botanik neben der Autobahn wieder über die Grenze nach Frankreich, wo die Polizei in Richtung Frankreich gestanden und anscheinend kontrolliert hat. Mit Scheinwerfern ausgeleuchtet.



Die Mautstrecken in Frankreich waren vom Zustand her ziemlich gut. Bei einer wollte man sogar 17 km erneuern, wo ich mich fragte, warum. Über den Zustand würde ich mich in Deutschland freuen.

Und manchmal fährt man aber auch auf mautpflichtigen Straßen, da ist schon ein ziemlich schlimmer Zustand. Und viele der Autobahn, die keine Mautkosten, war der Zustand auch nicht besonders gut.

Und dann grübelt man, ob die es vielleicht nicht mit Vorsatz machen. Nämlich da, wo die Maut bezahlt wird, beziehungsweise die Maut höher ist, sind die Strecken gut und da, wo keine oder wenig Maut bezahlt wird, sind die Strecken schlecht. Nach dem Motto: bezahle, dann hast du auch gute Straßen.

Wobei ich mich frage, ob der Franzose als solcher, überhaupt eine Kfz-Steuer bezahlt.

Ich habe jetzt ungefähr 80 € ausgegeben für Frankreich hin und zurück. Und habe damit erst einmal den französischen Staatshaushalt für dieses Jahr saniert.

Ich finde es grundsätzlich in Ordnung, wenn ein anderes Land ausländische Automobilisten an den Kosten für den Straßenbau teilhaben lässt.

Als Steuerzahler zahle ich natürlich schon dafür, aber die Ausländer benutzen die Straße, ohne etwas dafür zu bezahlen. Von daher finde ich es schon einigermaßen in Ordnung.

Ich verstehe nur nicht, warum es in Deutschland nicht machbar ist, ausländische Fahrzeuge zur Kasse zu bitten. In Österreich und der Schweiz muss ich mir auch ein Pickerl kaufen, wenn ich die Straßen dort benutzen will. Und sei es nur für einen Tag. Dann muss ich mir trotzdem eine Plakette kaufen, die länger gültig ist, als nur einmal durch zu fahren. Und das muss ich alles bezahlen.

Aber in Deutschland soll das alles nicht möglich sein!? Ich denke mir, dass es eher an dem Vollidioten von der Weißwurstfresser-Scheiß-Partei aus Bayern liegt, der hier den Verkehrsministerdarsteller gibt.

In Frankreich, in Großbritannien, in Irland habe ich erlebt, dass ich Maut bezahlen musste. Und in Deutschland ist man anscheinend zu dämlich, ein System zu entwickeln. Hier darf jeder x-beliebige Autofahrer von Ost nach West durchbrettern, ohne irgendetwas zu bezahlen. Die Ost Europäer machen ihre Tanks voll und müssen nicht mal in Deutschland tanken. Dafür fahren sie mit ihren stinkenden und unsicheren LKW bei uns über die Straße und ruinieren diese. Ohne an den Kosten für die Instandhaltung beteiligt zu werden.


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