Sa, 14.5.2016 • Tag 8: Shannon  ➟  Doolin Pier

Am Strand von Kilkee Bei Bishop's Island Bei Bishop's Island Bei Bishop's Island Bei Bishop's Island Kilkee kann man, glaube ich, mit einem Wort beschreiben: Großartig.

Es liegt unglaublich schön in einem tollen Küstenbereich. Mit wild zerklüfteten Klippen.

Ich wollte eigentlich ein wenig südlicher von Kilkee starten, das Navi hat mich aber direkt durch den Ort geführt, so daß ich schon einmal einen ersten Einblick bekam.

Dann bin ich Richtung Bishop's Island gefahren, wo man ein paar ganz nette Aufnahmen machen konnte.

Der Parkplatz des Diamond Rock Cafés ist natürlich höhengesperrt. Das wußte ich aber. Kurz hin, gewendet und wieder zurück.

Und dann habe ich mich an den Parkplatz gestellt, den ich mir schon bei Google Maps ausgesucht hatte und den ich immer in Dingle vermutet hatte. Weshalb ich dort so erstaunt war, daß alles ganz anders aussah.

Und man ist direkt am Strand. Und der Strand ist toll. Und die Gegend auch. Und das Wetter ist super. Von daher: Großartig.



Zum Mittag gibt es Stir-Fry-Gemüse, allerdings hat es irgendwie einen recht merkwürdigen Eigengeschmack. Dazu eine Stir-Fry-Sauce, die gefühlt auch nur scharf ist, aber keinen Geschmack hat.

Dazu ein paar Chicken Bits, die es eigentlich als separates Essen geben sollte. Aber ich brauche Geschmack.



Kilkee war sehr schön. Ich habe mich so gegen 15:45 entschlossen, aufzubrechen. Ich hätte den Tag dort verbringen können, aber das wäre letztlich auch nur so ein Rumgesitze gewesen, noch einmal ins Wasser gehen, um dann dort zu pennen.

Also entschied ich, noch ein Stückchen weiter zu fahren. Kilkee war schöner und besser, als ich im Vorwege gedacht hatte. Daß man so schön an den Strand könnte hatte ich gar nicht so auf dem Zettel. Ich hatte ein kleines Bad genommen. Sehr erfrischend. Sehr, sehr erfrischend.

In ein T-Shirt hatte ich mir ja einen Fettspritzer reingehauen, das mit einem Fettfleckwegmittel behandelt hatte. Seit dem sieht das T-Shirt ein wenig batikmäßig aus. Dazu kommen jetzt noch Salzflecken. Von daher ist da jetzt alles drin.

Ich bin jetzt auf dem Weg nach Lahinch.

Woran man sich in Irland ein wenig gewöhnen muß ist, daß die Autos in jeder Richtung auf jeder Straßenseite stehen und parken dürfen. Was bei uns ja auch teilweise gemacht wird, wenn mich nicht alles täuscht es untersagt ist, aber wohl doch geduldet wird.

Und daß man unglaublich schnell in einer Einbahnstraße ist ohne dies gemerkt zu haben. Dir fällt dann nur plötzlich auf, daß alle in ein und die selbe Richtung fahren.

Es gibt in den Innenstädten sehr viele Einbahnstraßen. Man bekommt es aber nicht mit, weil es keine Schilder gibt, die einem eine Einbahnstraße ankündigen, wie bei uns oder z.B. in Dänemark.

Das rote Schild mit dem weißen Balken, daß mir die Einfahrt in eine Straße untersagt, gibt es hier auch. Aber auch nicht immer. Dann läßt einen lediglich das "No Entry" auf dem Asphalt wissen, daß man in diese Straße nicht reinfahren darf.



In Lahinch habe ich auf dem Parkplatz, auf dem ich war, anscheinend den letzten freien Platz der Stadt bekommen. Ich habe schnell meine Müllbeutel entsorgt, die ich seit Tagen mangels Entsorgungsmöglichkeit mit mir rumschleppe, rein ins Auto und schnell weiter gefahren.

Dort am Strand waren gefühlte 5 Millionen Menschen. Es war unglaublich laut und lärmig. Und aus den Shops plärrten die Lautsprecherboxen.

Und auf soetwas habe ich ja nun mal gar keinen Nerv. Nicht wenn man vorher in Kilkee schön entspannt am Strand war und hier so ein ballermannartiges Feiernest hat.

Jetzt geht es weiter zu den Cliffs of Moher. Ich muß mal schauen, vielleicht bleibe ich dort über Nacht. Erst mal an den Cliffs gucken. Vielleicht ist es dort ein wenig ruhiger.

Ich glaube, daß der Parkplatz in Lahinch für mich überhaupt nur deshalb zugänglich war, weil die Höhenbarriere weggenommen wurde, damit die Busse dort ihre Passagiere zahlreich ausspucken konnten.



Doolin Pier. Blick auf die Cliffs of Moher Der Parkplatz am Visitor Centre der Cliffs of Moher war rappelvoll. Man mußte dort 6€ bezahlen. Für parken und Besuch der Ausstellung, sowie Zugang zur Kliffkante.

Die Ausstellung hätte mich jetzt nicht besonders interessiert und so wie ich es lesen konnte befindet man sich oberhalb der Cliffs und konnte - wenn überhaupt - nur in die Tiefe schauen.

Anscheinend kann man wohl auch nicht mehr überall an die Kliffkante, da die Kliffs wegbröseln und es zu gefährlich an einigen Stellen ist.

Deshalb bin ich am Visitor Centre vorbeigefahren und sehe irgendwann von der Straße oben auf einen kleinen Ort am Wasser. Ich hatte nicht viel Hoffnung, hier irgendwo einen Parkplatz zu finden. Der Ort heißt Doolin. Ich bin an dem einen oder anderen freien Platz vorbeigefahren, aber ich wollte nicht hier stehenbleiben, sondern noch weiter.

So richtig am Wasser war man noch nicht. Daher fuhr ich weiter nach Doolin Pier. Wo ich jetzt auf einem Parkplatz bei den Fähren zu den Aran Inseln stehe. Von hier aus starten auch Bootstouren zu den Cliffs of Moher. Schräg gegenüber ist Nagle's Camping.

Ich stehe am Wasser mit direktem Blick auf die Cliffs und man kann sehr gut sehen, wie hoch die sind. Besser als von einem Aussichtsturm, den es dort wohl gibt, wenn ich meinen Reiseföhrer richtig verstanden habe, oberhalb der Cliffs, weit weg von der Kante.



Die Fähre "Happy Hooker". Im Hintergrund die Aran Islands Ein paar Fähren zu den Aran Islands waren noch unterwegs. Ich glaube die letzte fährt gerade los. Einige kommen zurück.

Die eine oder andere deutsche Stimme habe auch schon gehört. Die waren auf den Arans.

Insgesamt konkurrieren wenigstens 3 Reedereien, beziehungsweise Schiffslinien um Kundschaft. Darunter 2 O'Briens.

Ich werde den Tag hier beschließen. Das ist soweit der beste Platz, den ich bislang hatte. Es sei denn, ich wäre in Kilkee geblieben.



Die Entscheidung, nach Doolin Pier zu fahren, war goldrichtig. Besser hätte es gar nicht laufen können. Der Standplatz ist super.

Ich hatte nach ungefähr 10 Jahren mal wieder die Ausgleichskeile benutzen und unter die Vorderräder schieben müssen. Sonst hätte ich arg schräg gestanden. Normal kein Problem. Schlafe ich halt mit dem Kopf nach oben. Aber wenn man kochen und am Schreibtisch sitzen will ist es ganz gut, wenn die Karre gerade steht.

Ein Glück, daß ich nicht in Lahinch geblieben bin. Ich weiß nicht, was der Ire so am Samstag Abend macht. Hier stehe ich ruhig.

Neben mir ein englischer Camper. So ein nervender Ire, der ein Stück weiter stand und die ganze Zeit den Platz mit irischen Schnulzen und Akkordeonweisen beschallte, ist gefahren. Ein Belgier steht hier noch. Ich werde gleich mal den Gaskocher anschmeißen.



Und wenn man so meint, daß man hier ja am westlichsten Punkt Europas ist und wenn man aufs Meer guckt dürfte da nur Wasser kommen und irgendwo dahinter Amerika, ist es erstaunlich, daß immer irgendwo am Horizont Hügelketten auftauchen. Und du denkst so: "Hä?"

Aber da es hier überall Halbinseln und Landzungen und Vorsprünge gibt, ist es klar, daß beim Blick übers Meer immer irgendetwas im Weg ist.



Ich hatte kurz mit dem Engländer geschnackt. Und er meinte, daß er auch die Nacht über bleiben würde. Bei dem Belgier mit seinem hochgelegten 4x4-Sprinter-WoMo und der KTM-Enduromaschine am Heck weiß ich es nicht.


Tag 7     Tag 9
Für Kommentare, Lob, Tadel oder Anregungen bitte hier klicken


Copyright © 2016/2017 X-DreamWorld