So, 11.5.2014 • Tag 10: Trosa  ➟  Sätra (Stockholm)


Gestern Abend hatte ich super WLAN, was plötzlich weg war und dann irgendwann wieder da. Und wieder weg. Dann dämmerte mir warum man mir beim ersten Einloggen "Gute Reise" gewünscht hatte. Ich bin wohl im freien WLAN der Überlandbusse gewesen.



So, es geht heute nach Stockholm. Das Wetter verspricht, nicht all zu toll zu werden. Ich parke in Sätra am Sätra Torget. Hier gibt es eine Bahnstation in Richtung Zentrum und das Parken kostet 20:- für 24 Stunden.

Ich suchte erstmal lange die Bahnstation, die das Navi eigentlich direkt neben dem Parkplatz angab. Stellt sich raus, die ist in dem ziemlich verwinkelten und nicht sehr einladenden schäbbigen Einkaufszentrum integriert. Wie so oft in Stockholm, wo der Eingang zur T-Bana versteckt ist, z.B. im Eingang eines Geschäfts, nur durch das T zu erkennen. Ich hoffe, daß das Auto nicht aufgebrochen, geplündert und abgebrannt ist, wenn ich zurückkomme.

Nur sagte mir die buchlesende, wenig freundliche Schalterangestellte, daß ich mein Fahrrad nicht in der Bahn mitnehmen kann. Also fuhr ich auf Russel die 9 Km eben selbst. Ich kam in Södermalm raus, da Sätra im Südwesten von Stockholms Zentrum liegt. Wo auch ein großes Gewerbegebiet namens Kungens Kurva liegt, wo ich beim letzten Mal geschlafen und geparkt hatte.



Blick von Södermalm Ich suchte den Monteliusvägen, der etwas oberhalb am Wasser langführt. Ich fand ihn nicht und fuhr direkt über Söder Mälarstrand am Wasser entlang. Dann habe ich erstmal Södermalm abgegrast.

Der Monteliusvägen liegt viel weiter östlich in Richtung Slussen. Und ich war sehr weit im Westen.

So sehr ich auch Leute bewundere, die mal eben so 20 Km durch die Gegend joggen (ich würde es auch gerne können), aber wenn dir täglich hunderte und tausende von Joggern entgegenkommen und die um dich rumwuseln, ist das ein verdammter Streßfaktor, weil es immer klingt, als wenn es irgendwer sehr eilig hat oder auf der Flucht vor anderen ist.

Und hier in Stockholm laufen sie alle wie die Bekloppten durch die Gegend und kommen dir auch in ganzen Gruppen entgegen und nehmen den kompletten Weg ein und du mußt ständig aufpassen, daß du keinen dieser Laufnazis und Möchtegern-Haile-Gebrselassie über den Haufen fährst. Vielleicht bin ich auch nur unwissentlich in den Stockholm-Marathon hineingeraten.

Ist Kopenhagen hyggelig, ist Stockholm hügelig. Und wie. Folkungagatan, Medborgarplatsen, Sofia-Kirche. Ich bin kreuz und quer durch Södermalm geradelt.

Beim McD in der Folkungagatan wurde erstmal Mittag gespiesen. Die Pommesquote steigt auf 4/4. Zudem konnte ich den Download für die Skobbler-App fortsetzen und die Schwedenkarte installieren, was ja gestern Abend plötzlich nicht mehr ging. Man war so clever, daß bei Updates der Karten für Skobbler erstmal die alten deinstalliert werden, bevor man die neue runtergeladen hat. Deshalb steht man im Zweifel irgendwann mal ohne Karten da.

Jetzt weiß ich auch, warum ich ohne "Mobile Daten" auf Aspö nicht navigieren konnte. Da freut sich der Provider darüber, daß er mir eine schöne Rechnung für Roaming-Gebühren schicken darf. Grrr.

Blick von Södermalm



Das Schloß Stortorget Beim Moderna Museet auf Skeppsholmen Kungsgatan Riddarholmen: Blick aufs Stadhus Von Södermalm aus genieße ich die Aussicht auf das Zentrum und die anderen Inseln. Es ist schön, wieder hier zu sein.

Im Vergnügungspark Gröna Lund ist ´ne Menge los und aus allen Achterbahnen und Falltürmen und was sonst noch hört man Schreie, aber die waren nicht so schlimm wie das, was ich gestern von der Insel gehört habe.



Ich schaue auf die Uhr. 12:45. Am Sonntag ist um 13:15 Wachablösung am Schloß. Nix wie hin.

Ja, Wachablösung. Richtig mit Musikkorps. Sowas haben wir bei Königin Angie nicht. Kommt vielleicht noch.



Gamla Stan ist voll mit Leuten. Ich komme später wieder.

Stattdessen fahre ich die Inseln ab und strolche hinter Gröna Lund in Gassen mit alter Bebauung umher.

Da war ich vorher auch noch nicht gewesen.



Am Karlaplan ist ein McDoof, das wußte ich noch. 1 Hamburger und 2 Cheeseburger wärmen mich innerlich. Es nieselt und warm ist es auch nicht.

Södermalmstorg, Kungsträdgården, Sergels Torg, Hötorget und so weiter. Ich glaube, ich habe alles.



Zum Schluß stehe ich auf Riddarholmen am Wasser und schaue aufs Stadhus.

Der Abschied fällt schwer und das Wasser im Gesicht ist nicht nur Regen. Es waren 5 Jahre seit dem letzten Mal und trotzdem wußte ich oft noch wie ich wo hinkam. Das war schön.

Jetzt mußte ich Abschied nehmen. Im Februar 2006 hatte ich nach 5½ Tagen Stockholm Rotz und Wasser geheult als ich losmußte. Im Mai 2006 war es auch nicht leicht, genau wie 2009.

Und auch heute war da der Kloß im Hals. Ich wollte nicht, aber ich hatte den Rückweg noch vor mir.

Man braucht für den Weg (also ich zumindest) zirka 1 Stunde. Und so war ich heute von 9-21 unterwegs. Ich habe etwas Schiß, daß mein Knie sich meldet. Wäre schön wenn nicht.


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