Fr, 23.5.2014 • Tag 22: Halden  ➟  Malmö


"In Hamburg sind die Straßen durch unterlassene Instandsetzung so wellig, in Schweden baut man extra Hubbel auf die Straße.

- Hamburger Autofahrer in Schweden, 2014


Ich wache auf. In Halden. Das ist nicht weiter überraschend. Da ich ja auch am gestrigen Abend hier angekommen bin. Ich hatte 3 Stunden lang richtig gutes WLAN, das mir kostenfrei angeboten worden ist. Wenn ich es länger hätte nutzen wollen hätte ich 30 Kronen für 24 Stunden zahlen müssen, aber die 3 haben erstmal gereicht, um sich, den Rechner und das Telefon auf den neuesten Stand zu bringen.

Ich schaue auf mein Armaturenbrett, wo das Thermometer in der Sonne steht. Es zeigt 42°. Es ist sehr warm heute Nacht gewesen. Ich habe zum Teil ohne Decke gelegen, weil´s nicht anders ging. Über die Dauer der Tour wäre vieleicht so ein Mittel aus der wärmsten und der kältesten Nacht schön gewesen. Aber ich will nicht meckern. Frühstück wird es keines geben. Höchstens eines in Form einer Erdbeer-Dickmilch.

Gestern Abend war natürlich die gesamte Dorfjugend auf genau diesem Parkplatz versammelt. Einer fuhr mit seinen Kumpels in seinem alten Haifischflossen-Amihobel um den Block und immer wenn sie am Parkplatz vorbeikamen wurde die Rockabilly-Musik lauter gemacht, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Dann schienen sie die Lautstärke runterzudrehen und wenn sie wieder aus der Straße zum Parkplatz kamen und 90° nach links abbogen machte einer wieder die Musik laut.

Aber man muß sagen sie haben sich einigermaßen benommen. Wenn man von gelegenlichen Autovibrationen durch Bässe mal absieht, aber als ich mich dann in mein Bettchen verkrümelte, so gegen halb eins, machten die sich dann auch vom Acker. Mein heutiges Ziel ist, um beim Thema Acka zu bleiben, Fjällbacka in Schweden.

Rechts neben mir ist ein Kanal oder Fluß namens Tista und der Bahnhof. Schräg vor mir liegt die Festung Fredriksten, auf der ich auch schon mal war. Da gehe ich heute aber nicht hoch. Nachher muß ich da noch Fotos machen. Die Festung wurde gestern Abend beleuchtet und irgendwer muß da oben umhergelaufen sein. Jedenfalls lief jemand durch den Lichtkegel und der Schatten fiel auf das Gemäuer. Hatte schon etwas gruseliges.

Ich war gestern nochmal kurz im Coop einkaufen und wollte die restlichen Kronen loswerden. Das ist hier ja eigentlich gar nicht sooo schwer. Allerdings muß man immer mitrechnen und schauen, was man wirklich mitnimmt. Weil die Produktpalette in Norwegen hat mich auch nicht immer umgehauen. Und ich wollte eben auch keine Pfandflaschen mitnehmen.

Ich habe jetzt noch alles in allem 50 Kronen über. Was ich beim nächsten Besuch z.B. fürs Parken benutzen kann. Da die ganzen Mautgeschichten mittlerweile elektronisch laufen. Ich habe nicht einmal anhalten und Geld einwerfen müssen. Hätte ich das vorher gewußt hätte ich gar nicht so viele Münzen angehäuft. Der Nachteil ist, daß man am Ende gar keine Übersicht darüber hat, was man bezahlen muß, weil ja die Rechnung erst viel später kommen wird.

In Bergen war ich immer an einer Mautstelle durchgefahren, habe aber nie Post bekommen. Das dürfte sich auch ändern.



Einen Kilometer vor der Grenze zu Schweden wird auf der E18 noch einmal an einer Mautstation die Hand aufgehalten. Das Problem ist, auf der Nebenstrecke über Svinesund, wo ich früher immer die Grenze überqueren mußte, bis man die E18 soweit ausgebaut hat wie jetzt, muß man ebenso bezahlen. Von daher würde sich der Umweg nicht lohnen. Motorräder müssen anscheinend nie Maut bezahlen.

Ich weiß nicht, wie sich das norwegische Verkehrswesen finanziert. Ob der gemeine Norweger noch eine Kfz-Steuer zahlt wie bei uns, wo man ja gleich pauschal abgezogen wird. Ob mein Auto an 300 Tagen im Jahr steht oder fährt ist egal. Bezahlen muß ich das gleiche. Plus Versicherung, auf die noch eine Steuer kommt, als wäre sie noch nicht teuer genug.

In Norwegen zahlt man, finde ich, ziemlich viel an Maut. Wenn man viel unterwegs ist zwischen Städten und innerhalb der Stadt kommt man an reichlich Mautstationen vorbei. Ich vermute mal, daß die meisten so ein elektronisches Gerät an der Windschutzscheibe haben und daß der Mautbetrag direkt abgebucht wird. Wäre interessant zu wissen, ob es irgendwie erkannt wird, ob jemand in Oslo oder sonstwo an einem Tag 3x rein und 3x rausgefahren ist. Und ob ihm dafür 6x 20 Kronen oder wieviel auch immer berechnet werden.

Wenn das so sein sollte frage ich mich, wie das bei Betrieben funktioniert, die viel mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind. Die müßten ja Unmengen an Maut bezahlen. Zudem kommt noch einiges an Parkgebühren zusammen. Ich will nicht sagen, daß es nicht ausreichend Parkplätze gibt. Es gab nicht immer dort einen, wo ich es gerne gehabt hätte. Aber gefunden habe ich immer einen. Allerdings haben die meisten während der Geschäftszeiten Geld gekostet.



Vettebergleden Vettebergleden Blick vom Vetteberget Blick vom Vetteberget Ich tigere auf dem Schärenfelsen Vetteberget mitten in Fjällbacka rum. Der Pfad des Vettebergledens durch und über diesen Felsen ist zuerst gut erkennbar.

Man muß in einer Spalte über allerhand Geröll klettern, dann kommen einige Holzstiege, die nach 3 Wochen auf Tour auch nicht mehr so leicht zu bewältigen waren. Danach gelangt man oben auf die Kuppe.

Und das Problem ist, daß man ab da keine Wegmarkierungen mehr sieht. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mehrere Wege, zu gehen. Und ich habe mich für den Weg entschieden, der im Neubaugebiet sozusagen auf der Rückseite endet, das ich seit vielen Jahren immer wieder besuche und sehe, wie es sich immer weiter den Berg hochschiebt. Ich finde die Entwicklung interessant.

Als ich das erste Mal den Vettebergsleden ging und in dem sich gerade zu entwickeln beginnenden Neubaugebiet herauskam standen hier nur ein paar Häuser und ich habe mir so im Spaß überlegt, wo ich mein Haus hinstellen würde. Jedes Mal wenn ich hier bin sind ein paar neue Häuser dazugekommen.

Von daher habe ich mir jetzt gedacht, daß es nicht all zu verkehrt sein kann, in Richtung der Häuser zu gehen. Irgendwann stieß ich dann mal auf eine blaue Markierung. Ich hatte vorher schon eine gesehen.

Das Problem ist wie auf Gränsö, daß man nicht weiß, in welche Richtung es geht, wenn an einem kleinen Holzpfosten oben eine blaue Markierung um den Pfosten gemalt wurde und kein Pfeil irgendwohin zeigt.

Ich latsche weiter. Es ist unfaßbar warm. Ich öle ohne Ende. Das letzte saubere T-shirt habe ich jetzt an. Das muß nun die letzten 3 Tage durchstehen.

Ich stehe an einer blauen Markierung. In 30 Metern Entfernung sehe ich eine weitere. Teilweise auch versteckt auf dem Stein. Bei einer früheren Tour stand ich plötzlich quasi bei Blomqists am Gartenzaun und bin da halb bei denen am Haus vorbei. Das sollte aber anscheinend auch genauso sein. Oben auf der Kuppe ist eine Infotafel. Wenn man die sieht dann kann man, je nachdem von wo man kommt, sich grob orientieren, muß aber selbst sehen, wie man weiterkommt, weil es keinerlei Information gibt, wo es längs geht.



So, nach einem ziemlich anstrengenden Walk rund um den VettebergetSternchen bin ich wieder am Auto, habe mir mein Klopapier mitgenommen und bin auf die hiesige Toilette gegangen, auf der es eben leider kein Papier gibt. Gut, daß ich das teste, bevor es zum Ernstfall kommt. Das Thermometer zeigt vorne lauschige 48° an. Hinten waren es 10 Grad weniger. Neben mir parkt ein WoMo mit STD auf dem Kennzeichen, meiner alten Heimat. Jetzt geht es nach Göteborg, wo es bestimmt genauso heiß ist.



So ein Elch ist ja doch ganz schön groß. Wobei ich nicht weiß ob die Elchkuh, die mir da gerade vors Auto gelaufen ist, schon ausgewachsen war. Naja, vors Auto gelaufen ist natürlich jetzt etwas übertrieben. 100 Meter vor mir tauchte aus dem Gebüsch am linken Straßenrand ein Elch auf und blieb unschlüssig stehen. Ich nahm dann Geschwindigkeit zurück und irgendwann trabte dann das Viech ganz gemütlich über die Straße und ein freies Feld davon.

Ich habe zwar oben in Norwegen schon mit Elchen im Wald zu tun gehabt. Das war nachts um halb zwei als es noch ziemlich hell war, so daß man die Elche im Wald sehen konnte. Aber daß einer direkt vor mir über die Straße gelaufen ist war neu. Ich hatte also auch mein erstes Elcherlebnis. Ich bin froh, daß ich keine A-Klasse fahre, sonst wäre ich ja sofort umgefallen.SternchenSternchen



Ich sträube mich ja, nur 2 Wochen auf Tour zu gehen statt 3. Man hat die gleiche Anreisezeit und die gleichen Kosten für Fähre und Brücke. Dann will ich auch das Maximale rausholen. Vielleicht ist aber gerade das falsch. Bei meiner nächsten Tour in Schweden würde ich im Westen anfangen. Heute ist es mir zu warm, als daß ich noch viel machen wollte. Das Thermometer zeigt mir 38° an, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren.

Das bedeutet aber auch, daß ich die Sachen auf meinem Zettel heute nicht mehr machen werde und ich erneut die Westküste vernachlässige. Wie so oft. Aber mir fehlt auch ein bißchen die Zeit, wenn ich noch etwas von der selbigen in Malmö und Kopenhagen verbringen will.

Irgendwie ist es merkwürdig. Ich habe auf dieser Tour zu Norwegen nicht wirklich eine Bindung herstellen können. Gefühlt zumindest. Vieleicht lag es an dem komischen Einstieg, als ich durch die Pampas fuhr. Das bin ich in Schweden auch, aber irgendwie war es in Norwegen anders. Es war eigentlich ganz schön, wenn auch manchmal anstrengend und fordernd.

Und heute Morgen, wo ich 20 Kilometer oder so von der Grenze entfernt aufwachte und dann losfuhr, hatte es sowas von "endlich kann ich wieder nach Schweden rüber". Obwohl in Norwegen auch alles super war, abgesehen von der verlorenen Kamera, aber da kann Norwegen ja nichts für.

So, ich bin jetzt Höhe Uddevalla.



Ich kenne es noch von früher in Schweden wenn man mit der EC-Karte getankt hat, daß bei 400 Kronen Schluß war. Da wurde es wenn es auf 400 Kronen zu ging pumptechnisch immer langsamen, und dann machte die Zapfpistole klack und man mußte sie einhängen.

Mich hat es in Norwegen gewundert, weil ich dort das erste Mal mit Karte bezahlt habe, daß es das dort nicht zu geben scheint. Ich habe da für 800 und paar zerquetschte Kronen getankt.

Und jetzt habe ich in Schweden getankt bei Statoil und bei 795 Kronen sagte dann die Zapfsäule "mehr ist nicht". Das waren dann 55 Liter. Damit war das Auto nicht voll und ich habe im zweiten Durchlauf nochmal 15 Liter reingetankt. Hmm.

Es ist wahnsinnig nervig, daß so viele Leute in Schweden mit Telefon am Ohr herumfahren und sich kein Stück aufs Fahren konzentrieren. Sie können nicht schalten, nicht blinken weil sie mit einer Hand das Telefon ans Ohr pressen.



So, ich habe mich dafür entschieden, Göteborg Göteborg sein zu lassen. Göteborg ist eine Stadt, die mich noch nie so richtig begeistert hat. Und ich weiß jetzt auch wieder warum. Hier ist wie eigentlich immer dicker Stau auf der Autobahn. Ich war schon zweimal dort und ich habe gerade keine Lust, irgendwas zu kucken. Und mich davor noch durch den Berufsverkehr quälen und mich um einen Parkplatz prügeln. Ich muß mal sehen, was mein nächstes Ziel ist.

Das nächste, das ich hätte wäre Halmstad. Das trifft sich gut, dort macht man sehr leckeren Cider. Ich werde es bestimmt bedauern, nicht in Göteborg gewesen zu sein. Aber ich habe auf dem Plan stehen, was man dort machen kann, und es läuft nicht weg. Ich arbeite das das nächste Mal ab. Ich war ja schon mal dort.



Ich stelle fest, daß 5 Jahre nach meinem letzten Besuch der Schwede es immer noch nicht drauf hat mit dem Reißverschlußverfahren. Da wird sich stumpf 700 oder 800 Meter vor der Verengung eingeordnet auf der rechten Spur und die linke ist frei, jene, die sich laut Schild in 800 Metern verengen wird.

Dann fährst Du links an einem LKW vorbei und der hupt. Irgendwie scheint man dieses Prinzip hier nicht zu kennen. Zumindest noch weniger als bei uns. Und man wundert sich, warum man Kilometer lang im Stau steht. Bei der ersten Verengung hatte ich dann so einen japanischen Kleinbus, der ja beim Erscheinen des Schildes 800 Meter vorher ganz dringend rüber mußte, sich vor meine Motorhaube warf und meinen Unmut darüber gar nicht verstehen konnte. Und es ist nicht nur der eine. Alle machen das so.



Weitere Planänderung. Es wird nicht Halmstad, es wird Malmö. Ich werde mal sehen, daß ich einen guten Parkplatz finde. In Halmstad hätte ich auf einen Aussichtsturm steigen und die Küstenlandschaft betrachten können. Allerdings ist es diesig und die Frage ist, ob ich überhaupt etwas sehe. Abgesehen davon habe ich keinen Bock, auf irgendetwas raufzuklettern.

Hier sind ab und an bis zu 120 km/h erlaubt und das fahre ich auch. Ich drücke ein wenig auf´s Tempo. Hier ist es manchmal mit dem Überholen etwas schwierig, wenn alle annähernd gleich schnell sind und der Unterschied zwischen mir und dem LKW, den ich überhole nur 10 km/h beträgt. Warum ich überhole? Weil ich will.



Von der norwegischen Grenze bis runter nach Malmö ist schon ein ganz schöner Ritt, aber machbar. Wenn man den Tempomaten auf 90 km/h stellt, das ist weniger stressig. Es ist immer noch warm. Aber in 31 Km bin ich in Malmö. Dann will ich ans Wasser und ein Bierchen trinken. Wenngleich ich kein gekühltes habe. Hoffentlich ist da das Wetter so gut wie hier.



Ich finde es gut, daß man in Norwegen und Schweden den Autofahrer auf die Blitzer entlang der Straße hinweist. Da kommt dann ein Schild mit einem Kamerasymbol drauf und kurz danach kommt der Blitzer. Die Kästen in Norwegen sind relativ groß, die schwedischen eher lang und schmal, aber trotzdem zu erkennen. Außerdem gibt es Schilder, die einem die Länge einer Zone angeben, in der Blitzer stehen, wenn es mehrere sind. Also von wegen auf den nächsten 2800 Metern wird automatisch verkehrsüberwacht.

Manchmal geht es leicht etwas bergab, unten ist dann eine Kreuzung und danach geht es wieder den Berg hoch. Hier steht dann auch gerne mal ein Blitzer. Das wirkt hin und wieder schon etwas kleinlich. Gerade weil man den Schwung verliert und sich dann bergauf mühen muß. Ich kenne die Toleranzen der Teile nicht und möchte es auch nicht herausfinden, deshalb halte ich mich an die Geschwindigkeitsvorgabe.

Und das ist auch das, was mir an dem System gefällt. Es geht darum, die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Jeder sieht den Blitzer und hält sich ans Tempolimit. Wer da geblitzt wird ist dumm, blind oder besoffen. In jedem Fall ist es fair. In Deutschland geht es einfach nur darum, jemandem ein Foto von mieser Qualität zu schicken, für das man sehr viel Geld verlangt. Weshalb gibt es sonst so viele versteckte Blitzer?

In Großbritannien sind sie ebenfalls offen hingestellt, mit Hinweisschild, zudem meist noch in neon-farben gestrichen. Wenn man wollte, daß die Geschwindigkeit eingehalten wird, dann stellt man da einen Blitzer hin, den jeder sieht.

Es ist unfaßbar warm, fürchterlich schwül und feucht, ich habe Kopfschmerzen. Vorne sind´s 32°, hinten 28°. Ich habe noch 15 Kilometer. Das schaffe ich auch noch.



Turning Torso im Västra Hamnen, Malmö So, vollbepackt mit tollen Sachen, die das Auto voller machen, hinein ins Weekendfeeling. Ich war gerade im ICA Maxi Västra Hamn einkaufen.

Leider hatten sie meinen Halmstad Cider nicht. Den ich vor 3 Wochen exakt hier noch gekauft habe. Muß ich mal sehen, ob ich den morgen woanders bekomme.

Es ist inzwischen draußen deutlich kühler als im Auto. Drinnen sind es 27°. Die sind draußen nicht mehr. Ich versuche jetzt mal, zu meinem Parkplatz hin zu kommen.

Es ist etwas blöde, wenn man beim Einkaufen im Ausland darauf achten muß, wieviele z.B. Kronen man noch hat und zusammenrechnen muß, was schon alles im Einkaufswagen liegt. Das ging mit Hilfe des iPhones ganz gut, aber nächstes Mal würde ich mir auch so einen Selbstscanner holen und damit meinen Einkauf zusammenrechnen.

Ich muß dann ja nicht an die Selbstbedienungs-Kasse damit gehen, weil an dieser dann mit einheimischer Karte zu bezahlen ist. Aber so hatte ich den einen oder anderen Rabatt dabei, den ich gar nicht auf dem Zettel hatte. Wenn man 6 Pakete Tunnbröd kauft gibt es 14:- Rabatt.

Dafür hatte ich auch ein 15-Kronen-Fertiggericht auf der Quittung, von dem ich behaupte, daß ich es gar nicht im Einkaufswagen hatte. Na gut, ich glaube vor drei Wochen habe ich einen der Tubenkäse zu günstig erworben als die Frage aufkam, ob die Tuben, die ich hatte, alle vom selben Regal kamen und ich im Brustton der Überzeugung dies bestätigte. Auch wenn es sein könnte, daß der eine deutlich teurer gewesen war.

Jetzt gibt es erstmal ein Eis, das ich gerade gekauft habe. Hoffentlich ist es noch nicht geschmolzen.



Ich habe gerade mein erstes laktosefreies Eis ohne Zuckerzusatz gegessen. Man muß sich dran gewöhnen. Mein Lieblingseis wird das nicht. Da habe ich mich leider vergriffen.

Wer übrigens auf den lecker-penetranten Geschmack von Süßstoff steht, dem sei in Norwegen mal eine Flasche Solo Light empfohlen. Meine erste Wahl für alle, die auf Süßstoffgeschmack stehen. Ich habe mir danach die Version mit Zucker geholt.

Eben gerade habe ich mir 6x 1,5Liter-Flaschen Zingo-Limo gekauft, was von Carlsberg abgefüllt wird. Die schmeckt ganz gut. Da nehme ich auch 12 Kronen Pfand in Kauf, die ich nicht zurückbekommen werde, weil ich die Flaschen mit nach Hause nehme. Und was es hier auch gibt ist Mountain Dew, ebenfalls von Carlsberg abgefüllt. Ich bin mal gespannt. Das Problem ist, wenn man im Netz bestellt, z.B. bei Amazon, daß es US-Abfüllungen gibt oder es gibt polnische usw. In Schweden die von Carlsberg. Und immer wird behauptet, daß man keinen Unterschied schmeckt. Und das stimmt einfach nicht. Und ich möchte, daß das Zeug so schmeckt wie in den Staaten.

Ähnlich ist es mit Coca Cola oder den Burgern einer großen amerikanischen Kette. Es darf geraten werden welche. Burger King ist es nicht. Da wird auch behauptet, daß die Burger weltweit gleich schmecken. Und das ist Blödsinn. Ich habe auf der Tour Burger gegessen, die schmeckten anders als bei uns.

Ich habe hier den Beef Salsa und den Chicken Salsa gegessen, die ich durchaus empfehlen kann, die als Gimmick Tacochips mit drin haben. Und wenn die Burger ganz frisch sind und die Tacos noch nicht durchgeweicht sind, das ist richtig lecker. Und ich bin sehr dankbar, daß ich auf meiner Tour dieses sinnfreie Konzept, sich an eine Kasse anzustellen... an eine einzige Kasse, zu bestellen und dann wie blöde auf seinen Mampf zu warten, nicht erleben mußte. Meine Pommes waren in Skandinavien grundsätzlich heißer, besser und frischer als das, was einem in Deutschland oft zugemutet wird.

In Bergen hätte möglicherweise das Nummernziehen VOR der Bestellung und dann bei aufgerufener Nummer an den Schalter gehen geholfen. Da war es etwas voll und unorganisiert, aber ehrlich gesagt war das auch an einem Feiertag und derbe voll, bzw. am Tag drauf und zur Mittagszeit.



So, nach etwas mehr als einem Stündchen am Wasser beim Turning Torso, meinem absoluten Lieblingsplatz in Malmö, mit Mountain Dew, von dem ich nocht nicht sagen kann, ob es wie in den Staaten schmeckt, bin ich wieder zurück am Auto. Weil es doch langsam büschen kalt anne Beine wurde. Es war den ganzen Tag über brütend heiß. Inzwischen weht es ganz ordentlich und es ist relativ kühl. Hier im Auto ist es einigermaßen warm. Ich werde jetzt nach hinten gehen, nicht unbedingt schlafen, aber schon mal aufs Bett.

Es ist jetzt 22:35. Und zu dem Zeitpunkt gestern war es, wie insgesamt weiter oben im Norden, schon noch einiges heller. Man merkt schon, daß man wieder Richtung Süden fährt. Bin mal gespannt wie das zuhause sein wird. Gestern um halb elf war es ein wenig schummerig. Hier ist es dunkel. Und deshalb wird es jetzt gleich ins Bett gehen. Es gibt für mich nichts mehr zu tun.

Ich habe eben noch mal 3 Würste auf dem Gaskocher warm gemacht und verputzt. Ich stehe auf einem Parkplatz, wo ich zwischen 8 und 18 Uhr für 4 Stunden mit der Parkscheibe stehen kann. Demnach kann ich morgen bis 12 hier parken. Was ich auch maximal tun werde, da ich noch einkaufen will und dann auch nach Kopenhagen rüber und dort noch ein bißchen Zeit verbringen und schlafen. Ich brauche ja noch meinen Cider und habe mir zwei Märkte ausgesucht, wo ich hin will.

Alles in allem geht ein ganz netter Tag zu Ende, mit einer etwas anstrengenden Fahrt. Und wenn man sich auf der Karte mal ansieht, wo man runter gejuckelt ist. Wobei, der Fernfahrer wird drüber lachen und sagen, daß er solche Strecken jeden Tag fährt oder 2 mal am Tag. Ja, kann er machen, ich bin aber auch kein Fernfahrer. Von Fjällbacka bis zum ICA in Malmö habe ich fast genau 6 Stunden gebraucht. Ohne zu trödeln, ohne große Pausen.

Und hier schließt sich dann auch der Kreis. Letztendlich ging hier die Rundtour los. Morgen Mittag geht es nach Kopenhagen, dort werde ich zu meinem Stammparkplatz fahren und dort nächtigen und dann geht es nach Hause. Und ehrlich gesagt freue ich mich drauf. Gefühlt bin ich schon viel länger unterwegs als 3 Wochen. Man kann manchmal gar nicht mehr festmachen, wann und wo genau eigentlich welches Erlebnis stattfand.



Sternchen Wobei Vetteberget schon "der Vetteberg" bedeutet.

SternchenSternchen Ich weiß, ich weiß. Der bei uns so genannte Elchtest ist in Schweden nie ein Elchtest gewesen, sondern ein schneller Spurwechsel, in dem simuliert wurde, daß ein Kind plötzlich auf die Straße tritt und das Auto versucht, auszuweichen. Ursprünglich hieß der Test in Schweden Kindertest. Bei einem Elchtest wird getestet, wie ein Auto auf einen Zusammenstoß mit einem Elch reagiert.


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