Mo, 5.5.2014 • Tag 4: Skillinge  ➟  Sölvesborg


"Wäre ich nicht immer so abenteuerlustig wären meine Abenteuer nicht immer so lustig"

- Deutscher Abenteuercamper, 2014


Lagerkoller macht sich breit. Ich gehe wegen jedem bißchen an die Decke. Ich muß zugeben, daß mir die kalten Nächte wirklich zusetzen. Zum Glück sind die Halsschmerzen immer schnell weg. Bei meinem Nachbarn hingegen lief die ganze Nacht permanent die Standheizung. Aber auch von dort höre ich Husten. Jetzt gibt es erstmal Frühstück, dann geht es los.



Das Glasaugenhaus? Nein, Glasögon bedeutet Brille Nach 3 Tagen in Schweden hatte ich in Simrishamn das erste Mal WLAN gehabt. Das habe ich mir leichter vorgestellt. Gerade in Schweden. Ich bin an Gislövshammar vorbeigefahren. Zum einen weil ich das Schild zum Abbiegen zu spät gesehen habe und zum anderen das ganze Dorf mit seinen 7 Häusern nicht sehr spektakulär aussah. Auch durch Brantevik fuhr ich nur durch.

Nach Simrishamn kann man mal fahren wenn man eh in der Gegend rumoxidiert oder mal testen will wie es ist, tot zu sein. 10:00. Es ist nichts los. Extra hierherfahren müßte ich nicht.



Prästens Badkar Prästens Badkar. Ich war zum zweiten Mal hier, um des Priesters Badewanne zu suchen. Beim ersten Mal gelang es mir nicht. Dieses Mal folgte ich einem Parkplatzschild für Prästens Badkar.

An diesem Parkplatz stand ein verwittertes Schild, auf dem zu lesen war, daß ich ca. 100 Meter bis zu einem roten Pfosten oder so auf der linken Wegseite gehen soll und dort den Pfad Richtung Meer folgen. Dort wäre ein Betongdings Schrägstrich Grillplatz und dann wieder Richtung Meer.

Nach ca. 150 Metern und ohne Pfosten oder etwas rotem am Wegesrand tat sich ein Pfad auf, dem ich folgte, um weder einen Grillplatz noch eine Badewanne zu sehen. Eine Formation im Gestein machte mich neugierig und ich ging hin. Und "tadaa!" Da war sie. Prästens Badkar. Mit gewaltigen 3 Metern Durchmesser. Und der Grillplatz war auch da. Von dort aus führte ein Trampelpfad quer über eine Wiese zu dem Parkplatz mit dem Schild. Einiges kürzer als der Hinweg.



Stenshuvud Stenshuvud Nationalpark. Man kann mehrere Routen gehen. Ich entscheide mich für den roten Pfad, der zum Nördre, Södre und Östre Huvud führt. Ein westliches Haupt gibt es wohl nicht.

Die Tour durch großartige Wälder macht Spaß, der Blick vom östlichen Haupt (Östre Huvud) ist noch viel schöner, als der vom südlichen. Aber von allen 3 Punkten hat man tolle Ausblicke in die Landschaft. Auch wenn man nicht bis nach Bornholm schauen konnte. Dafür war es einfach zu diesig.

Der Stenshuvud (Steinernes Haupt) Nationalpark besteht aus mehreren Erhebungen, von denen der Berg Stenshuvud, den ich bei der Badewanne des Priesters schon am Horizont erkennen konnte, eine ist. Der gelbe Weg hätte auch noch zu anderen Punkten geführt, ist aber deutlich länger. Das war mir dann doch zu weit. Es war auch schon so anstrengend, aber schön.

Am Auto zurück war ich total fertig, aber sehr zufrieden und das Tunnbröd mit Salami, Remoulade und "Salami&Brie"-Ost aus der Tube war der reinste Genuß. Ich habe anscheinend nicht nur irgendetwas Juckendes am Hinterkopf, sondern eine Wunde, bzw. Schorf. Woher nur habe ich das? Doch von dem Typen in meinem Traum?



Der Einkauf im ICA Kvantum in Åhus hatte eine Menge Musik. Ich war inzwischen wieder so gut drauf, daß ich "Baby, love really hurts without you!" mitpfiff und dann "Heaven, I´m in heaven!" summte. Da war sie. Die gelbe Tube des Glücks. "Kalles Randiga Ägg", Fischrogen und Ei. Jamm. Gut, das hatte jetzt nichts mit Käse zu tun. Warscheinlich habe ich es deshalb auch nicht beim Tubenkäse im Regal gefunden sondern in der Kühltheke.

An der Kasse dann die Ernüchterung. 550:- für den Einkauf. 450 SEK hatte der in Malmö gekostet. Der Schwede verdient ja auch gut. Allerdings muß der Malmöaner allein gefühlt die Hälfte seines Einkommens in Parkgebühren investieren. Das ist echt krank, was da das Parken kostet. Seit Malmö habe ich aber noch keine P-Automaten gesehen.



Die längste Fußgängerbrücke der Welt "Jackpot!", rufe ich aus als ich auf den Parkplatz komme. Aber nicht in Kristianstad. Da war es schwer, einen zu finden, der lang genug für Bruce war.Sternchen

Immerhin kam ich so zu einer Stadtrundfahrt. Allerdings bestanden die Straßen dieser Stadt aus einigen Baustellen. Deshalb gleich weiter nach Sölvesborg.

Ich weiß nicht warum, aber weil der Rastplatz Sölvesborg so penetrant ausgeschildert war fuhr ich erstmal dorthin. Ein Glückstreffer.

Hier gibt es eine Entsorgungsstelle für WoMo-Klos. Herrlich, genau das, was ich brauchte. Also Lokus fertig machen, auf dem Stadtplan dort einen Parkplatz suchen, gleich wieder wegfahren, weil es ein Campingplatz war, im Zentrum wieder zu kurze Parkplätze und zum Parkplatz am Indre Hamnen fahren und "Jackpot!" rufen.



Die längste Fußgängerbrücke der Welt Ich schaue aufs Wasser und auf die mit 756-760 Metern (die Angaben variieren) längste Fußgänger- und Fahrradbrücke der Welt. Die natürlich gleich befahren wurde. Jetzt gibt es erstmal Abendbrot am Wasser mit Halmstad Cider "Birne". Die Lime/Cactus-Variante ist allerdings mein Favorit.

Die Brücke wurde nachts türkis beleuchtet, was aber auf den Fotos eher als Blau zu sehen ist. Der Infotafel nach sind aber auch mehr Farben möglich. Und die LED-Strahler müßten das auch können.


Sternchen Mein Camper heißt Bruce. Weil er ein großer Weißer ist. Und als großer Weißer wird ja auch der weiße Hai bezeichnet. Und in dem Film "Der weiße Hai" hat man eine Hai-Animatronic benutzt. Und diese wurde Bruce genannt. Und deshalb eben Bruce. Sein Vorgänger hieß Bernd, nach "Bernd, der Kastenwagen" in Anlehnung an "Bernd, das Brot", da ich damals meinte, die Sendung würde "Bernd, das Kastenbrot" heißen.


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