Di, 6.5.2014 • Tag 5: Sölvesborg  ➟  Karlskrona


Die Nacht war weniger kalt. Trotzdem hatte ich Handschuhe und Mütze an. Meine dicken Wollsocken scheinen Opfer eines Mottenangriffes geworden zu sein und haben zahlreiche große Löcher. Außerdem sind es zwei völlig verschiedene Socken. Es regnet. Mal sehen wie es heute wird.



Erst mal gar nicht. Das 12-Volt-Ladeteil für meinen Laptop hat einen der 12-Volt-Stecker-Verteiler gegrillt. Zuerst hatte ich die Sicherung im Verteilerkasten im Verdacht, die ich schon mal kurz vor der Tour beim Testen zerschossen hatte.

Ich wünsche dem Entwickler, der den Sicherungskasten direkt hinter das Handschuhfach platziert hat und das man erst komplett leerräumen muß, um es umzuklappen damit man an den Sicherungskasten kommt, zum einen die Krätze und zum anderen 3 Tage lang Dünnschiß und nicht ein Blatt Klopapier. Du Penner! Nach 30 Minuten war dann der Schaden behoben.

Der lag im 2-fach-Verteiler, der im Zigarettenanzünder steckte, und der etwas zu warm wurde, weshalb Plastik schmolz und die Kontaktspitze dadurch keinen Kontakt mehr im Zigarettenanzünder fand. Schon interessant. Der Stromfluß war also so hoch, daß das Plastik kokelte, aber die Originalsicherung im Verteiler knallte nicht durch. Bevor die fliegt, brennt erstmal der Verteiler weg, oder wie?



Weg zum Schloß auf Aspö Bei Ryd auf Aspö Auf der Fähre von Aspö nach Karlskrona Karlskrona. 18:- für 3½ Stunden Parken. Das ist human. Ich ging los Richtung Hafen. Um 13:00 war ich an der Fähre nach Aspö. Die fuhr 30 Minuten später. Die Abfahrtszeiten sind nicht wirklich regelmäßig.

Grundsätzlich fährt jede halbe Stunde eine Fähre ab, manchmal aber auch nur jede Stunde. Da sollte man sich am Anleger in Karlskrona oder auch auf Aspö an den Aushängen informieren, wann die nächste Fähre geht. Die übrigens nichts kostet. Am Anleger gab es ein kleines grünes Heftchen mit den Abfahrtszeiten zum mitnehmen.

Um 13:15 fiel mir ein, daß mir mit einer Schirmmütze die Ohren abfrieren werden. Da mir klar war, daß ich den Weg zum Auto und zurück nicht in 15 Minuten schaffen werde, machte ich am Auto langsam, aß noch etwas zum Mittag und machte mich mit Wollmütze und Russel auf den Weg zur nächsten Fähre um 14:30.

Russel nicht mitzunehmen wäre dumm gewesen. Wie ich überhaupt darauf gekommen war.

Nach 2006 und 2009 war ich jetzt zum 3. Mal auf Aspö. Wenn nicht vereinzelt Menschen zu sehen gewesen wären hätte man glauben können man wäre in einem ausgestorbenen Ort oder in einer verwunschenen Welt.

Es war schön, die Tour entlang der Straßen gemacht zu haben. Auch wenn das Schloß mal wieder verschlossen war.

Um 16:55 war ich wieder in Karlskrona. Es weht ein heftiger Wind, es nieselt und die Temperaturanzeige an der Marinebasis zeigte tropische 11° an.

Ich war heute mal mit dem Rad in einer anderen Ecke Karlskronas unterwegs, die ich noch nicht kannte. Ich wollte ursprünglich zu den westlichen Inseln wie Dragö mit der Kleingartensiedlung, aber das war mir bei der Kälte zu weit. Aber so war es auch schön, mal wieder etwas neues entdeckt zu haben. Und Dragö kannte ich ja schon.



Die Pommes bei McD taten gut. Sie waren so, wie man sie bei uns selten bekommt. Heiß und knusprig. Und es gab WLAN. Dann cruiste ich noch etwas über Hästö zurück zum alten Parkplatz.

Ich hatte nach dem Essen beim Schotten erst ein Stück weiter am Wasser gestanden. Aber es wehte dort ein heftiger Wind und die Karre wackelte. Außerdem wäre es dort auch kälter gewesen. Als ich vorhin auf eine Temperaturanzeige sah stand da 8°.



Ich hatte gestern in Åhus ein baisser-artiges Gebäckstück gekauft. Das wollte ich gerade verspeisen. Aber das Teil ist teilweise steinhart und sowas von süß. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden und man ißt das Ding nicht zum Kaffee oder Tee, sondern wirft es in einen Eimer mit Tee, um diesen so zu süßen. Aber der Schwede hat ja seine geliebte Fikastund, wo er seinen Kaffee trinkt. Vielleicht war das Gebäckstück dazu gedacht, erst im Kaffee aufgeweicht zu werden.


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