Mi, 7.5.2014 • Tag 6: Karlskrona  ➟  Västervik


So ein Krankenwagen blitzt einem mit seinen 2 fetten Scheinwerfern vor dem Kühlergrill volles Rohr ins Auge. Sehr unangenehm. Besonders wenn es 2 kurz nacheinander sind, die einem auf der E22 entgegenkommen.

Vorher habe ich erfolglos versucht, herauszufinden, wie ich meine Dachluken dicht bekomme, um die Geräusche und die Kälte, die durch die Zwangsentlüftung hereinkommen, los zu werden. Ich habe mich für Bauschaum entschieden, den es noch zu erwerben gilt. Da ich meine Parkzeit fast aufgebraucht hatte fuhr ich los und hielt nach ein paar Kilometern, um zu frühstücken.

Bei den Straßen hier ist es üblich, daß sie meist einspurig sind, wechselnd mit Abschnitten, wo es wieder 2 Spuren für die eine Seite gibt, dann wieder für die andere Seite. Ich glaube, das doofe Navi hält jeden dieser von-2-auf-1-Spur-Wechsel für eine Verkehrsstörung und meldet mir alle 3 Minuten ein neues Problem auf meiner Strecke. Eine Ausweichroute wird nicht empfohlen. Und wenn man dann da hin kommt ist da außer der Verengung nichts.



Nichts ist auch in Kristianopel. Vielleicht im Sommer bei Sonne und wenn was los ist. Aber im Mai bei Regen...



Auf der E22 zeigte sich viel Polizeipräsenz. Zahlreiche Streifenwagen und ich kam an zwei Kontrollen vorbei, an denen ich aber zum Glück unbeschadet passieren konnte. Nicht, daß ich etwas zu verbergen hatte. Ich hatte nur keinen Nerv, den Beamten das durch komplettes Zerlegen des Autos zu beweisen.



Auf Gränsö In Västervik fuhr ich direkt auf die Insel Gränsö, die dem Zentrum vorgelagert ist, und wollte dort mit dem Rad den Gränsöleden entlang fahren bis Lillön.

Dort war ich mal vor vielen Jahren. Die verschiedenen Längen der unterschiedlichen Wegstrecken waren farblich markiert.

Ich folgte dem roten und lag gleich falsch, aber zum Schloß kam ich auch so. Man kennt sich ja doch noch etwas aus. Vom Schloß aus folgte ich den blauen Markierungen.

Allerdings findet man so gut wie keinen Hinweis wohin der Weg führt. Nur ein blauer Pfeil, manchmal 2. Einer nach links, einer nach rechts. Nur wohin das dann geht, keine Angabe. Aber meine Navi-App auf dem iPhone hilft weiter.

Plötzlich läuft vor mir auf dem Trampelpfad ein Reh. Es verschwindet im Wald. Erstaunlich wie nahezu geräuschlos das Tier sich durchs Gehölz bewegt. Ich halte an. Dann zeigt es sich wieder. Ein Bock. Er galoppiert davon und bellt mich an, oder wie das bei denen heißt.... Bölken... Ich bölke zurück. Dann trennen sich unsere Wege.

Bei Badvik scheuche ich Wasservögel auf. Ein Reiher und anderes Federvieh. Nach einer kurzen Pause bringt mich Skobbler (die Navi-App) zur Lillön. Es nieselt schon die ganze Zeit. Ich erkenne den Weg wieder. Russel wird abgestellt und der Rest zu Fuß bewältigt. Mit breitem Grinsen erklimme ich einen der schönsten Plätze der Welt. Zumindest in meinen Augen. Dann flattert auf dem Weg zurück zum Zentrum vor mir plötzlich ein Sittich rum, der gewiß nicht der Urbevölkerung angehört. Höchstens noch von damals, als es mal etwas wärmer in Skandinavien war.

Noch kurz ins Zentrum, dann geht´s wieder zum Auto. Es nieselt stärker. Dann regnet es.



Ich habe Lust auf etwas zu essen. Der Doof baut gerade um und macht erst morgen wieder auf. Das hatte ich vorhin bei der Fahrt in die Innenstadt gesehen. Ich fahre mit dem Auto Richtung E22. Da hatte ich bei der Hinfahrt ein Einkaufscenter erspäht. Vielleicht gibt es dort einen MAX.

Statt Max gibt es dort Sibylla, ein Cheese Bacon Meal und WLAN. Ich finde ja ein Beef-Burger sollte nicht nach Fisch schmecken. Meiner tat´s etwas. War auch irgendwie etwas unorganisiert der Laden.

Jetzt parke ich unten am Wasser beim Zentrum und werde hier pennen.


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