Do, 8.5.2014 • Tag 7: Västervik  ➟  Gränna


Glockenturm der Kirche von Pelarne Es ist trocken draußen. Und hell bis freundlich. Nach dem Durchlüften und Frühstück geht es los. Auf dem Weg nach Frödinge bzw. Vimmerby fährt man auf der Route40 durch eine Landschaft, die genau den gängigen Vorstellungen von Schweden entspricht.

Hinter Vimmerby, an der Kreuzung Route32/Route40 gibt es den Rastplatz Åkebo, wo ich mal wieder das Klo entleeren konnte. Dann stoppte ich in Pelarne.

Die dortige Kirche mit dem separaten Glockenturm sieht äußerlich im Stile einer Stabkirche gemacht aus. Man nimmt den Geruch von Teer war, mit dem das Holz der Kirche und des Glockenturmes bestrichen wurde. Drinnen ist sie ganz schön. Auch immer wieder toll, wenn man sowas dann für sich alleine hat.

Ich bin kein Kirchgänger und habe auch mit dem ganzen Thema Kirche nichts am Hut. Aber das bedeutet nicht, daß ich nicht in eine Kirche hineingehe, sie mir ansehe und die oftmals vorhandene Ruhe verbunden mit dem ganz eigenen Geruch genieße.



Kvileken Norra Kvill Nationalpark. Ich bin der Ansicht, daß ich schon einmal bei Kvilleken, der 14 Meter im Umfang messenden Eiche, war. Allerdings hatte ich sie näher an Åsens By vermutet und nicht hier.

Leider finde ich keine Hinweise auf Wanderwege. Nur den auf den Seveseleden, der 5 MIL lang sein soll. Soweit ich weiß ist 1 MIL 10 Km. Und das ist mir zu weit.

Neben mir parkt ein Volvo mit Pinneberger Kennzeichen. Bestimmt wollen sie ihrem Auto mal seine Heimat zeigen. Beim Verlassen des N.P. fahre ich über Schotterwaldwege. So sehe ich dann doch noch etwas vom Nationalpark. Sehr abenteuerlich diese Wege. Da hängt dann schon mal ein Baum im Weg.

In Gibberyd mache ich Rast. Dort soll der Hof aus den "Emil aus..." ´tschuldigung, wir sagen ja "Michel aus Lönneberga"-Filmen sein. Ich sehe auch was, aber keine Ahnung, ob das auch der Hof ist. Es gibt Mittag (Brot, Kaffee, Kippe). Dann ist mein Freund der Regen wieder da.

Meine Jacke von gestern ist immer noch nicht ganz trocken. Ratzeburger tauchen auf. Ih gitt, deutsche Touris.



Mariannelund. Am Anfang und am Ende der Parkgatan findet man Hinweisschilder auf die dortige Karamellkokeri in der Parkgatan 14. Aber in der Parkgatan sehe ich nichts. Auch beim zweiten Durchfahren nicht.

Na gut, kaufe ich meinen Süßkram halt eben weiter bei ICA & Co. Dafür entdecke ich an einem Haus ein Schild "KRASSES Antik. Nicht schlecht. Als ich 2 Km vor Mariannelund wieder auf die Route40 abbog hing dort ein amerikanisches Schild mit "FOUNTAIN Ave 6700".

Mich wundert es nicht, daß die Schweden sich als glücklich und zufrieden bezeichnen. Im Straßenverkehr ist ihnen Hektik völlig fremd. Da wird teilweise sowas von getrödelt. Klar, dauernd Telefon am Ohr. Da kann man mit nur einer Hand frei auch keine übermäßig schnellen Fahrmanöver machen.



Trästaden Eksjö Mein mindestens dritter Besuch in Eksjö. Der Parkplatz an der ausgeschilderten Gamla Stan ist voll, aber am Seitenstreifen ist noch für 2 Stunden auf P-Skiva (Parkscheibe) etwas frei.

Und wieder war es schön in der Trästaden, dem alten hölzernen Stadtteil Eksjös. Ich bin kreuz und quer durch die Straßen mit den alten Holzhäusern getigert.

Ähnliches werde ich in Gamla Linköping sehen und in Fredrikstad in Norwegen. Es gibt einem eine Vorstellung davon, wie es früher mal ausgesehen haben könnte.

Nach einer Stunde bin ich wieder am Auto. Auf nach Åsens By.



Teklas hus Åsens By. Auf dem Berg Haupthaus Vandrerhem (von Teklas Hus aus gesehen) Ich bin mal wieder total naß, habe heftige Schlagseite von gefühlten 45° und es riecht nach Fisch. Doch der Reihe nach.

In Åsens By war ich bestimmt auch schon zum 4. Mal. Und ich hatte auch dieses Mal das Naturreservat für mich alleine, weil ich wie üblich nach den offiziellen Öffnungszeiten dort aufgeschlagen bin.

Allerdings kann man sich auch außerhalb dieser Öffnungszeitem dort bewegen. Was im Zweifel damit zu tun hat, daß dort ein Vandrerhem ist, das über mehrere Gebäude verteilt ist.

Da gibt es einmal das Rezeptionsgebäude und den Berg hoch dann das Hauptgebäude. Und wahrscheinlich deshalb, damit die Gäste Zugang haben, sind die Pforten nicht verschlossen.

Mir ist es mal passiert, daß ich kurz vor Ende der Öffnungszeiten dort war, mich noch etwas in einem Gebäude mit Ausstellung umsah und plötzlich die Tür zugemacht wurde und ein Riegel oder Schloß vor die Tür kam und zuschnappte. Da bin ich aber zur selbigen und habe mich bemerkbar gemacht.

Die Tür wurde wieder geöffnet und der Gesichtsausdruck des öffnenden Menschen war in etwa der, den ich hatte, als die Tür zuging. Hatte der Gammel doch vergessen, nachzuschauen, ob noch jemand da ist. Åsens By ist jetzt nicht wahnsinnig spektakulär, aber ich würde immer wiederkommen.

Danach ging es über schlimme Schotterpisten. Hier zweigen von einer Europastraße durchaus mal Waldwege ab mit einem Schild "Mosseryd 7". Und die meinen das ernst. Dieser Waldweg, bestehend aus 2 in den Matsch oder ins Gras gefahrene Reifenspuren SIND der 7 Kilometer lange Weg nach Mosseryd, nicht etwa eine Abkürzung durchs Gehölz. Immerhin sind die Menschen in solchen Orten an Autos gewöhnt und springen nicht in Panik beiseite wenn man dort durchfährt.



Brahehus (bzw. was davon noch übrig ist) Die Ruine von Brahehus. Da war ich jetzt auch das 3., mindestens 4., wenn nicht mehrte Mal. Mehrte? Also mehr als 4. Mal.

Immer wieder schön, da hin zu kommen. Danach ging es nach Gränna. Unten am Hafen geht eine Fähre auf die Insel Visningsö im Vätternsee. Ich war noch nie dort. Am Hafen.

Das holte ich jetzt nach. Dort unten gibt es auch Campingplätze und Stellplätze für WoMos. Allerdings kostet eine Stunde 45:- oder für 24 Stunden 145:-.

Schieflage in Gränna Auf dem Rückweg begann es, heftig zu regnen. Im örtlichen Coop kaufte ich Zingo (eine Limo), gesalzene Butter, Käse und Lachs. Mein Parkplatz hat ein übles Gefälle, wobei das iPhone meinte es wären nur 8°.

Zum Abendbrot gab es Tunnbröd mit Butter und Lachs. Daher der intensive Fischgeruch.

Morgen geht es erst nach Röttle, dann werden in Gränna Zuckerstangen gekauft. Die berühmten Polkagrisar. Aber erst ab 11:00. Vorher wird der Laden nicht geöffnet.


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